Aktuelles

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Keinen Zwang zur Identifikation der Aktionäre etablieren

Nach den Plänen der Bundesregierung sollen die börsennotierten Unternehmen im Rahmen der Steuergesetzgebung darauf verpflichtet werden, am Tag der Hauptversammlung eine Aktionärsabfrage durchzuführen, um die daraus gewonnenen Daten dem...

Finanzmarktregulierung und Realwirtschaft

Kurvenlage - 2. Halbjahr 2020

Themenschwerpunkt: Zukunft

Nachhaltigkeit

Lieferkette auf unmittelbare Zulieferer begrenzen

In unserer Stellungnahme zum Regierungsentwurf über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten sprechen wir uns dafür aus, dass das Gesetz in seiner Ausgestaltung für die betroffenen Unternehmen handhabbar und in die...

Nachhaltigkeit

Berichtspflichten zur Taxonomie-Verordnung – Anwendungszeitpunkt muss geändert werden

In einem Brief an die EU-Kommissarin McGuiness plädieren wir für eine Verschiebung des Anwendungszeitpunkts der Berichtspflichten zur Taxonomie-Verordnung. Gemäß Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung sind Unternehmen ab 1. Juni 2021...

Kapitalmarktfinanzierung

PM: Aktienrückkäufe sind wichtiges Instrument des Eigenkapitalmanagements

Durch den Erwerb eigener Aktien geht das Eigenkapital eines Unternehmens zurück. Auf den ersten Blick ist dies wenig sinnvoll, scheint es doch dem Zweck der Aktienfinanzierung – der Kapitalaufbringung – zu widersprechen. Dass dem nicht...

Kapitalmarktfinanzierung

Aktienrückkäufe sind wichtiges Instrument des Eigenkapitalmanagements

Durch den Erwerb eigener Aktien geht das Eigenkapital eines Unternehmens zurück. Auf den ersten Blick ist dies wenig sinnvoll, scheint es doch dem Zweck der Aktienfinanzierung – der Kapitalaufbringung – zu widersprechen. Dass dem nicht...

Finanzmarktaufsicht

Geldwäsche: Ein Industrieunternehmen ist keine Bank

Die im Rahmen der Wirecard-Gesetzgebung diskutierte Ausweitung der BaFin-Aufsicht darf nicht dazu führen, dass Industrieunternehmen mit einer Bank im Konzern zukünftig als Kreditinstitut im Sinne des Geldwäschegesetzes behandelt...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Beim Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität nicht das Kind mit dem Bade ausschütten

Anlässlich der Anhörung des Gesetzentwurfs zur Stärkung der Finanzmarktintegrität am 15. März im Finanzausschuss fordert das Deutsche Aktieninstitut, die geplanten Abschlussprüfungsregelungen praxisnaher zu gestalten. Das zweistufige...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität - Optimieren, nicht überregulieren

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) will die Politik die Lehren aus dem Fall Wirecard ziehen. Die regulatorische Reaktion muss aber ausgewogen ausfallen. Das FISG erfüllt diesen Anspruch noch nicht und wird die...

Aktien- und Wertpapieranlage

Rendite-Dreieck belegt Potenzial von Mitarbeiteraktien für Vermögensaufbau

Initiative von AGP Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung, Deutsches Aktieninstitut und hkp/// group mit aktualisierter Datenbasis. Der ab Juli 2021 geltende steuerliche Freibetrag für Mitarbeiteraktien in Höhe von 720 Euro ist schon...

Aktien- und Wertpapieranlage

Rendite-Dreieck Mitarbeiteraktien

Mit dem von der hkp/// group entwickelten Rendite-Dreieck Mitarbeiteraktien lassen sich die Erträge von Mitarbeiteraktienprogramme sowohl auf Ebene der Indizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX als auch auf Ebene der diesen Indizes...

Aktien- und Wertpapieranlage

Weltfrauentag 2021: My Money - My Choice!

Zum Internationalen Frauentag am 8. März appelliert das Deutsche Aktieninstitut an Frauen, sich selbstbewusst um ihre Finanzen zu kümmern. Frauen wünschen sich oftmals Geldanlagen, die Sinn machen. Sie interessieren sich häufiger für...

Pressemitteilungen

Kapitalmarktfinanzierung

PM: Aktienrückkäufe sind wichtiges Instrument des Eigenkapitalmanagements

Durch den Erwerb eigener Aktien geht das Eigenkapital eines Unternehmens zurück. Auf den ersten Blick ist dies wenig sinnvoll, scheint es doch dem Zweck der Aktienfinanzierung – der Kapitalaufbringung – zu widersprechen. Dass dem nicht...

Finanzmarktaufsicht

Geldwäsche: Ein Industrieunternehmen ist keine Bank

Die im Rahmen der Wirecard-Gesetzgebung diskutierte Ausweitung der BaFin-Aufsicht darf nicht dazu führen, dass Industrieunternehmen mit einer Bank im Konzern zukünftig als Kreditinstitut im Sinne des Geldwäschegesetzes behandelt...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Beim Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität nicht das Kind mit dem Bade ausschütten

Anlässlich der Anhörung des Gesetzentwurfs zur Stärkung der Finanzmarktintegrität am 15. März im Finanzausschuss fordert das Deutsche Aktieninstitut, die geplanten Abschlussprüfungsregelungen praxisnaher zu gestalten. Das zweistufige...

Aktien- und Wertpapieranlage

Rendite-Dreieck belegt Potenzial von Mitarbeiteraktien für Vermögensaufbau

Initiative von AGP Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung, Deutsches Aktieninstitut und hkp/// group mit aktualisierter Datenbasis. Der ab Juli 2021 geltende steuerliche Freibetrag für Mitarbeiteraktien in Höhe von 720 Euro ist schon...

Aktien- und Wertpapieranlage

Weltfrauentag 2021: My Money - My Choice!

Zum Internationalen Frauentag am 8. März appelliert das Deutsche Aktieninstitut an Frauen, sich selbstbewusst um ihre Finanzen zu kümmern. Frauen wünschen sich oftmals Geldanlagen, die Sinn machen. Sie interessieren sich häufiger für...

Aktien- und Wertpapieranlage

Boom bei Aktionären

Das Deutsche Aktieninstitut hat seine aktualisierten Aktionärszahlen für Deutschland veröffentlicht. Mit 12,4 Millionen Menschen waren im Corona-Jahr 2020 besonders viele Menschen in Aktien investiert. Insbesondere die junge Generation...

Finanzmarktregulierung und Realwirtschaft

Finanzmarktintegritätsgesetz verschlechtert Zugang zur Abschlussprüfung

Mit dem Gesetzentwurf zur Stärkung der Finanzmarktintegrität zieht die Bundesregierung rechtliche Konsequenzen aus dem Fall Wirecard. In seiner heute veröffentlichten Stellungnahme fordert das Deutsche Aktieninstitut vor allem...

Aktien- und Wertpapieranlage

Aktien sparen, Bulli fahren

Das Deutsche Aktieninstitut hat heute seine aktualisierten Rendite-Dreiecke veröffentlicht. Diese zeigen, dass Anlegerinnen und Anleger mit einer breitgestreuten Aktienanlage langfristig erfolgreich sind. Auch mit kleinen Beträgen, die...

Kapitalmarktfinanzierung

Happy Birthday, MDAX!

Der Index der Nebenwerte feiert heute Jubiläum und wird 25 Jahre alt. Anlegerinnen und Anleger, die in den MDAX investierten, konnten sich über attraktive Erträge freuen. Damit der MDAX nach der DAX-Reform des letzten Jahres nicht an...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Studie vorgestellt: Virtuelle Hauptversammlungen – Rückblick und Ausblick

In der heute vorgelegten Studie „Virtuelle Hauptversammlungen 2020 – Rückblick und Ausblick“ zieht das Deutsche Aktieninstitut Bilanz hinsichtlich der ersten virtuellen Hauptversammlungssaison 2020 und geht auf Überlegungen der...

In den Medien

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Gut gemeint! Gut gemacht?

Der Präsident des Deutschen Aktieninstituts, Dr. Hans-Ulrich Engel, unterzieht das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz einem Praxischeck. Er schildert die Risiken kurzer Rotationsfristen, fordert die Beratungsleistungen nicht über...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Börsen-Zeitung: Finanzmarktintegrität – Nicht zu Lasten rechtstreuer Unternehmen!

Mit dem jüngst diskutierten Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz geht die politische Aufarbeitung der Wirecard-Causa in die entscheidende Phase. Dr. Christine Bortenlänger bemängelt in ihrem Gastbeitrag, dass es dem Gesetzentwurf noch...

Aktien- und Wertpapieranlage

Inpact Media: Hat die Jugend plötzlich die Börse entdeckt?

Corona hat dem erfreulichen Jugendtrend, den das Deutsche Aktieninstitut seit 2014 bei der Aktienanlage beobachten, zusätzlichen Schub verliehen, konstatiert Dr. Franz-Josef Leven. Corona-Lockdown, mehr freie Zeit, soziale Medien und...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

HV-Magazin: Rechtsunsicherheit zur Unzeit

Die kurzfristigen Regeländerungen zur virtuellen Hauptversammlung Ende 2020 haben bei Unternehmen zu Unsicherheit vor allem bei dem neu eingeführten Fragerecht geführt. Besser wäre es gewesen, so Dr. Franz-Josef Leven, wenn die...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Der Aufsichtsrat: Zukunft der HV – Die Modernisierung ist überfällig

Die traditionelle Hauptversammlung braucht ein Update. Dr. Christine Bortenlänger und Sven Erwin Hemeling skizzieren in ihrem Beitrag, wie es gelingt, die Hauptversammlung so weiterzuentwickeln, dass Unternehmen physische wie virtuelle...

Aktien- und Wertpapieranlage

Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen: Aktienkultur 2020 – viel Licht, aber auch Schatten

Dr. Christine Bortenlänger analysiert in ihrem Artikel für die Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen, wie sich die Aktienkultur im letzten Jahr entwickelt hat. Insgesamt hat sich die Aktienkultur trotz Corona und Wirecard robust...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Audit Committee Quarterly: Wirecard-Gesetzgebung: Negative Konsequenzen für rechtstreue Unternehmen vermeiden

Mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) zeichnet sich ab, mit welchen regulatorischen Konsequenzen nach dem Fall Wirecard zu rechnen ist. Dr. Christine Bortenlänger und Dr. Gerrit Fey fordern in...

Aktien- und Wertpapieranlage

marktEINBLICKE: Licht und Schatten im neuen Börsenjahr

Die Börsenwelt wird auch 2021 mit Unwägbarkeiten leben müssen. Neben Corona werden im neuen Jahr die sechs Landtags- und die Bundestagswahl im September für ausreichend Spannung sorgen. Wer sich trotz Auf und Ab an der Börse entspannt...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

BOARD: Sustainable Corporate Governance – Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

In ihrem Beitrag für die BOARD gehen Dr. Christine Bortenlänger und Dr. Cordula Heldt Fragen rund um das Thema Sustainable Corporate Governance nach. Sie kritisieren, dass die EU-Kommission die EY-Studie zu Sustainable Corporate...

Aktien- und Wertpapieranlage

Going Public (Spezial Mitarbeiterbeteiligung): Die Mitarbeiteraktie wirkt langfristig

Mitarbeiteraktien als Einstieg in die Aktienanlage tragen unter anderem dazu bei, dass die Deutschen die Scheu vor der Aktienanlage verlieren. Dr. Norbert Kuhn plädiert deshalb in seinem Beitrag dafür, die Rahmenbedingungen für...

Konferenznachlese: „Kontrolliertes Experimentieren“

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

18. Februar 2021

Kaum ein Thema erregt bei den Stakeholdern des Kapitalmarkts aktuell mehr die Gemüter als die Frage, wie es zukünftig mit der Hauptversammlung weitergeht. Unsere Konferenz „Hauptversammlung heute und morgen“ bot dazu Ideen und Orientierung.

Fast 140 Teilnehmer, zwölf Redner, ein Thema. Das Interesse war groß, sich bei unserer Online-Konferenz über die Zukunft der Hauptversammlung auszutauschen. Intensiv wurde über die zweite Aktionärsrechterichtlinie gesprochen und wie sie sich auf Beschlüsse über Vorstandsvergütungssysteme und die Hauptversammlungsprozesse auswirken wird. Doch besonders über das Format der Hauptversammlung, wie Best Practice-Aktionärskommunikation vor und während der HV aussehen kann und wie französische Unternehmen ihre Hauptversammlungen durchführen, wurde diskutiert.

Ein echter Höhepunkt der Konferenz war die Paneldiskussion „Blick in die Zukunft: Wie kann eine moderne Hauptversammlung gelingen?“ Hier lieferten sich die Panelisten einen lebhaften Schlagabtausch. Mit Volker Butzke von der Deutschen Bank, Dr. Alexander Dörrbecker aus dem Bundesjustizministerium, dem Bundestagsabgeordneten Professor Heribert Hirte, Professor Ulrich Noack von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz spiegelte das Panel die ganze Bandbreite der Stakeholder wider.

Interaktion und Fragerecht im Zentrum der Diskussion

Dreh- und Angelpunkt der Debatte war das Thema Interaktion und Fragerecht. Professor Hirte und Marc Tüngler betonten, dass das Fragerecht und die Interaktion zwischen Aktionären und Management für die Hauptversammlungssaison 2021 eine zentrale Rolle spielen werden. Aktionärsvertreter, aber auch der Gesetzgeber würden genau beobachten, wie die Unternehmen mit dem Thema in ihren Hauptversammlungen umgehen werden. 2020 hätten die Unternehmen die Chance nicht genutzt, die Möglichkeiten des Fragerechts während der Hauptversammlung auszuloten, sagte Tüngler. So viel Freiheit zum Experimentieren wie jetzt, würde es nie mehr geben. Er sei aber positiv gestimmt, dass die Unternehmen in dieser Saison zeigen, was beim Fragerecht möglich ist.

Volker Butzke schien einem Recht auf Nachfrage bei der Hauptversammlung 2021 auch offen gegenüber zu stehen. Die Deutsche Bank sei auch schon in der HV-Saison 2020 über die gesetzlichen Vorgaben hinausgegangen. So habe man alle vorab gestellten Fragen beantwortet, obwohl es mit 361 Fragen doppelt so viele Fragen gegeben habe wie im Jahr zuvor. „Mehr Interaktion zu wagen“, könne er sich vorstellen.

Professor Noack plädierte in seinem Statement für eine allgemein funktionale Hauptversammlung. Information und Kommunikation mit den Aktionären könnten im Vorfeld der Hauptversammlung stattfinden, denn dort fände der eigentlich Willensbildungsprozess statt. Am Tag der Hauptversammlung würde dann „nur noch“ abgestimmt.

Wie geht es weiter mit der virtuellen Hauptversammlung?

Dr. Dörrbecker betonte, dass das Modell einer virtuellen Hauptversammlung dann erfolgreich sein kann, wenn es von den Stakeholdern des Kapitalmarkts breit mitgetragen werde. Die virtuelle Hauptversammlung, die im März 2020 als Notlösung konzipiert worden sei, könne nach 2022 nicht eins zu eins weitergeführt werden. Offen zeigte er sich für die Idee, die Kommunikation im Vorfeld der Hauptversammlung zu stärken. Eine komplette Neustrukturierung der Hauptversammlung im Aktiengesetz bis zum Ende der Legislaturperiode im Juni 2021 sei aber aufgrund der knappen Zeit nicht realistisch. Denkbar wäre aber eine Art Zwischenlösung für die Jahre ab 2022.

Fazit

Die virtuelle Hauptversammlung kann nicht die „eins zu eins Übersetzung“ der in die Jahre gekommenen deutschen Präsenzversammlung sein. Es gilt, neu zu denken. Über die konkrete Ausgestaltung gibt es heute erwartungsgemäß noch Dissens. Ein konstruktiver Streit ist gewünscht. Er kann dazu beitragen, dass die Vorteile des digitalen Raumes zum Wohle aller Stakeholder künftig genutzt werden können. Beim Fragerecht und der Interaktion mit den Aktionären sollten die Unternehmen in der aktuellen Hauptversammlungssaison den Mut haben, kontrolliert zu experimentieren.



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