Aktuelles

Nachhaltigkeit

Unternehmensfinanzierung im Zeichen der Nachhaltigkeit. Was ESG für Finanzverantwortliche in der Praxis bedeutet

Der Markt für grüne Finanzierung boomt. Viele Unternehmen nutzen für ihre Investitionen in umwelt- und klimafreundliche Technologien bereits grüne Finanzierungsinstrumente. Allerdings sind die Anforderungen an die Unternehmen hoch,...

Nachhaltigkeit

Mega-Trend nachhaltige Finanzierungen: Wie gehen Unternehmen damit um?

Finanzverantwortliche großer Unternehmen greifen das Thema Sustainable Finance aktiv auf. Sie tauschen sich dazu intensiv mit ihren Stakeholdern aus und passen die Finanzierungsstrategie an. Reporting-Aufwand und Bürokratie bei...

Aktien- und Wertpapieranlage

Freibetrag bei Mitarbeiterkapitalbeteiligungen wird deutlich erhöht

Die Große Koalition will im Rahmen des Fondsstandortgesetzes Mitarbeiteraktien stärker fördern. Die Erhöhung des entsprechenden Freibetrags von 360 auf 1.440 Euro wurde heute im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen....

Aktien- und Wertpapieranlage

hkp: Mitarbeiterkapitalbeteiligung erhält bessere Rahmenbedingungen

Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages hat im Rahmen des Fondsstandortgesetzes bei der Mitarbeiterkapitalbeteiligung die Erhöhung des steuerlichen Freibetrags auf 1.440 Euro beschlossen. Im Interview mit Constantin Härthe...

Positionspapiere

Geldwäsche: Vernetzung öffentlicher Register entscheidend

In unserer Stellungnahme zum Transparenz-Finanzinformationsgesetz Geldwäsche (TraFinG Gw) sehen wir Nachbesserungsbedarf zu den von der Bundesregierung eingebrachten Vorschläge zur Umstellung des Transparenzregisters auf ein...

Finanzmarktregulierung und Realwirtschaft

Tagesspiegel: 3:0 für England

Dr. Christine Bortenlänger fordert in ihrem Gastbeitrag, dass die Politik bei der Bewältigung der Corona-Krise aber auch sonst bei der Lösung von Herausforderungen die Wirtschaft besser einbindet. Vorbild für ein gutes Zusammenspiel...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

BOARD: Hauptversammlungs-Reform noch vor der Bundestagswahl angehen

Die Hauptversammlung der Zukunft muss fit für die Zukunft gemacht werden, konstatieren Dr. Christine Bortenlänger und Sven Erwin Hemeling. Dazu bedarf es eines gesetzlichen Rahmens, der die Anlegerrechte wahrt und zugleich...

Kapitalmarktfinanzierung

Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes: Deutsches Aktieninstitut wendet sich gegen die neue Substanzbesteuerung für den Mittelstand

Die heute im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen beschlossene Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes belastet Wachstum und Innovation in Deutschland. Börsennotierte Unternehmen werden...

Publizität und Transparenz

Wettbewerbsnachteile beim Public Country-by-Country Reporting verhindern

Wir befürchten, dass mit der Verpflichtung von europäischen Unternehmen, steuerrelevante Informationen zu veröffentlichen, Wettbewerbsnachteile gegenüber Konkurrenten drohen. Wettbewerber werden in die Lage versetzt, aus den Angaben...

Altersvorsorge

Frankfurter Rundschau: Kapitalmarkt ist mehr als Riester-Rente

In seinem Gastbeitrag widerspricht Dr. Franz-Josef Leven der Auffassung von Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, und Markus Kurth, Bundestagsabgeordneter der Grünen, dass sich der Kapitalmarkt für die...

Aktien- und Wertpapieranlage

Handelsblatt Orange-Podcast: Lohnt es sich noch, an der Börse einzusteigen?

Der DAX hat im April wieder einen neuen Rekordwert erreicht. Der Orange-Podcast „Businessclass“ fragt, ob es sich trotzdem noch lohnt an der Börse zu investieren. Als einer der Experten, der über das gestiegene Börsen-Interesse der...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Keinen Zwang zur Identifikation der Aktionäre etablieren

Nach den Plänen der Bundesregierung sollen die börsennotierten Unternehmen im Rahmen der Steuergesetzgebung darauf verpflichtet werden, am Tag der Hauptversammlung eine Aktionärsabfrage durchzuführen, um die daraus gewonnenen Daten dem...

Pressemitteilungen

Nachhaltigkeit

Mega-Trend nachhaltige Finanzierungen: Wie gehen Unternehmen damit um?

Finanzverantwortliche großer Unternehmen greifen das Thema Sustainable Finance aktiv auf. Sie tauschen sich dazu intensiv mit ihren Stakeholdern aus und passen die Finanzierungsstrategie an. Reporting-Aufwand und Bürokratie bei...

Aktien- und Wertpapieranlage

Freibetrag bei Mitarbeiterkapitalbeteiligungen wird deutlich erhöht

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Kapitalmarktfinanzierung

Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes: Deutsches Aktieninstitut wendet sich gegen die neue Substanzbesteuerung für den Mittelstand

Die heute im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen beschlossene Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes belastet Wachstum und Innovation in Deutschland. Börsennotierte Unternehmen werden...

Kapitalmarktfinanzierung

PM: Aktienrückkäufe sind wichtiges Instrument des Eigenkapitalmanagements

Durch den Erwerb eigener Aktien geht das Eigenkapital eines Unternehmens zurück. Auf den ersten Blick ist dies wenig sinnvoll, scheint es doch dem Zweck der Aktienfinanzierung – der Kapitalaufbringung – zu widersprechen. Dass dem nicht...

Finanzmarktaufsicht

Geldwäsche: Ein Industrieunternehmen ist keine Bank

Die im Rahmen der Wirecard-Gesetzgebung diskutierte Ausweitung der BaFin-Aufsicht darf nicht dazu führen, dass Industrieunternehmen mit einer Bank im Konzern zukünftig als Kreditinstitut im Sinne des Geldwäschegesetzes behandelt...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Beim Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität nicht das Kind mit dem Bade ausschütten

Anlässlich der Anhörung des Gesetzentwurfs zur Stärkung der Finanzmarktintegrität am 15. März im Finanzausschuss fordert das Deutsche Aktieninstitut, die geplanten Abschlussprüfungsregelungen praxisnaher zu gestalten. Das zweistufige...

Aktien- und Wertpapieranlage

Rendite-Dreieck belegt Potenzial von Mitarbeiteraktien für Vermögensaufbau

Initiative von AGP Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung, Deutsches Aktieninstitut und hkp/// group mit aktualisierter Datenbasis. Der ab Juli 2021 geltende steuerliche Freibetrag für Mitarbeiteraktien in Höhe von 720 Euro ist schon...

Aktien- und Wertpapieranlage

Weltfrauentag 2021: My Money - My Choice!

Zum Internationalen Frauentag am 8. März appelliert das Deutsche Aktieninstitut an Frauen, sich selbstbewusst um ihre Finanzen zu kümmern. Frauen wünschen sich oftmals Geldanlagen, die Sinn machen. Sie interessieren sich häufiger für...

Aktien- und Wertpapieranlage

Boom bei Aktionären

Das Deutsche Aktieninstitut hat seine aktualisierten Aktionärszahlen für Deutschland veröffentlicht. Mit 12,4 Millionen Menschen waren im Corona-Jahr 2020 besonders viele Menschen in Aktien investiert. Insbesondere die junge Generation...

Finanzmarktregulierung und Realwirtschaft

Finanzmarktintegritätsgesetz verschlechtert Zugang zur Abschlussprüfung

Mit dem Gesetzentwurf zur Stärkung der Finanzmarktintegrität zieht die Bundesregierung rechtliche Konsequenzen aus dem Fall Wirecard. In seiner heute veröffentlichten Stellungnahme fordert das Deutsche Aktieninstitut vor allem...

In den Medien

Aktien- und Wertpapieranlage

hkp: Mitarbeiterkapitalbeteiligung erhält bessere Rahmenbedingungen

Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages hat im Rahmen des Fondsstandortgesetzes bei der Mitarbeiterkapitalbeteiligung die Erhöhung des steuerlichen Freibetrags auf 1.440 Euro beschlossen. Im Interview mit Constantin Härthe...

Finanzmarktregulierung und Realwirtschaft

Tagesspiegel: 3:0 für England

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Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

BOARD: Hauptversammlungs-Reform noch vor der Bundestagswahl angehen

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Altersvorsorge

Frankfurter Rundschau: Kapitalmarkt ist mehr als Riester-Rente

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Aktien- und Wertpapieranlage

Handelsblatt Orange-Podcast: Lohnt es sich noch, an der Börse einzusteigen?

Der DAX hat im April wieder einen neuen Rekordwert erreicht. Der Orange-Podcast „Businessclass“ fragt, ob es sich trotzdem noch lohnt an der Börse zu investieren. Als einer der Experten, der über das gestiegene Börsen-Interesse der...

Aktien- und Wertpapieranlage

Börse am Sonntag: Aktiensparen hoch im Kurs

Der Aktionärs-Boom bescherte Deutschland fast drei Millionen neue Aktiensparerinnen und Aktiensparer. Vor allem das Interesse an Aktienfonds war groß. In ihrem Beitrag erläutert Dr. Christine Bortenlänger die Gründe für das gestiegene...

Aktien- und Wertpapieranlage

Going Public: Lukrative Mitarbeiteraktien

Im Zuge des allgemeinen Aktionärs-Booms 2020 ist auch die Zahl der Mitarbeiteraktionäre deutlich gestiegen. Um aus dieser Entwicklung jedoch einen langfristigen Trend zu machen, braucht es weitere Unterstützung der Politik, so Dr....

Über Uns

Manager Magazin: Im Trainingslager mit Christine Bortenlänger

In der Rubrik „Im Trainingslager mit“ berichten Managerinnen und Manager von ihrer sportlichen Passion und was sie dabei für ihr (Berufs-)Leben lernen. In der März-Ausgabe berichtet Dr. Christine Bortenlänger über ihr Leidenschaft für...

Aktien- und Wertpapieranlage

ZDF „Volle Kanne“: Neue Generation der Aktionäre

In der Corona-Krise haben die Deutschen ihre Liebe zu Aktien entdeckt. Die Zahl der Aktionäre ist so hoch wie zuletzt vor 20 Jahren. Das Verbrauchermagazin „Volle Kanne“ hat in einem Beitrag Experten zu diesem Thema interviewt. Dr....

Finanzmarktregulierung und Realwirtschaft

Going Public: Ausblick 2021 – Entwicklungen im Kapitalmarktrecht

Wie in den Vorjahren hat das Thema Sustainable Finance auch 2021 Top-Priorität für die EU-Kommission. Maximilian Lück fordert in seinem Gastbeitrag, dass die EU-Kommission auch beim Thema Kapitalmarktunion mehr aufs Tempo drücken muss....

Aktien sind keine Brötchen

Aktien- und Wertpapieranlage

13. April 2021

Im Youtube-Interview kurz vor Ostern reagierte Bundesfinanzminister Olaf Scholz ungewohnt emotional auf eine kritische Frage zur Finanztransaktionssteuer. Die Kritik an der Aktiensteuer sei vorgeschoben, weil lediglich große Fonds die Abgabe zahlen müssten, während sie Privatanleger nicht so stark belaste. Eine Gegenreaktion.

„Ich glaube, das ist ein Lobbyisten-Argument von sehr kapitalkräftigen, sehr reichen Leuten, die Menschen – mit denen sie sonst nie wirklich persönlich reden und die ganz wenige Aktien haben – als Argumente nutzen, um ihre Besteuerung zu verhindern“, polterte der sonst so nüchterne Hanseat und Finanzminister Olaf Scholz im Youtube-Interview mit Marvin Neumann Ende März. Der Stein, der die emotionale Reaktion ins Rollen brachte: eine kritische User-Frage zur Finanztransaktionssteuer (FTT) und dass diese das private Vorsorgen mit Aktien zusätzlich belastet.

Fonds werden die Finanztransaktionssteuer weiterreichen an Privatanleger

Der Finanzminister reagierte auf die Frage gereizt:

„Also die meisten Aktien werden gekauft von großen Fonds. Und jetzt müssen immer Leute, die vier Aktien besitzen und sich noch eine fünfte kaufen wollen, herhalten, um eine Besteuerung dieser großen Aktienkäufer, die Milliarden jedes Jahr investieren, zu verhindern.“

Fakt ist, dass wir nach aktuellen Erhebungen 12,4 Millionen Menschen in Deutschland haben, die mit Aktien, Aktienfonds oder ETFs sparen. Diese vielen Millionen Privatanleger beschäftigen sich ernsthaft mit der Frage, wie sie ihr Geld langfristig anlegen können, um ein Vermögen im Alter aufzubauen. Was genau ist das „Lobbyisten-Argument“, wenn sich mehr als zwölf Millionen Menschen Gedanken über den Aufbau ihrer Altersvorsorge machen? Was ist daran verwerflich, wenn man den Anspruch hat, in jungen Jahren in eigener Verantwortung zu sparen, um im Alter sorgenfreier zu leben – wohlgemerkt bei sinkenden staatlichen Renten? Warum diskreditiert Olaf Scholz im Youtube-Interview Millionen von Privatanlegern und ihren Wunsch nach einem privaten Vermögensaufbau?

Der Finanzminister verteidigt sich damit, dass die meisten Aktien von großen Fonds gehandelt werden. Das ist statistisch richtig. Aber Hand aufs Herz: Wer spart denn überhaupt mit diesen Aktienfonds? Das sind keine namenlosen Roboter oder dunkle Mächte, sondern Privatanlegerinnen und Privatanleger. Sie sind es, die ihr hart erspartes Geld in diese Aktienfonds investieren und ihre persönlichen Konsumwünsche zurückstellen.

Was würde passieren, wenn eine FTT umgesetzt und diese „große Fonds“ treffen würde? Die Antwort liegt klar auf der Hand und ist völlig logisch: Wenn eine Finanztransaktionssteuer erhoben wird, mindert sie die Rendite der Fonds. Und darunter leiden Millionen von Fondsanlegern, nicht die Kapitalanlagegesellschaften, die diese Fonds anbieten. Solche einfachen Zusammenhänge sollte auch ein Finanzminister verstehen.

Die zusätzliche Steuer werden also am Ende wir Privatanleger bezahlen. Wenn der Bundesfinanzminister behauptet, dass die Finanztransaktionssteuer ausschließlich große Fonds treffen wird und den Privatanlegern nicht schadet, ist das falsch.

Aktien nicht mit Brötchen vergleichen

Olaf Scholz führt ab Minute 2:50 weiter aus und versucht, die FTT gerecht und fair erscheinen zu lassen, indem er sie mit der Mehrwertsteuer auf Konsumgüter vergleicht:

„Es ist doch so: Wenn ich ein Brötchen kaufe, dann muss ich Mehrwertsteuer zahlen. Wenn ich ein Buch kaufe, muss ich das tun. Für fast jedes Geschäft des Alltags muss ich eine solche Steuer entrichten: mal höher, mal niedriger. Aber sie ist immer da. Und eine viel, viel, viel niedrigere Steuer, um die es hier geht, die ganz wenige Cent nur bei einem Aktienkauf in manchen Fällen auslöst, die soll jetzt dazu führen, dass man das Geschäft nicht tätigt, während man sonst Häuser, Auto, Brötchen, Bücher mit einer solchen Steuer belegt, kauft.“

Der Finanzminister versucht sich hier an einem mehr als grenzwertigen Vergleich. Er vergleicht im Grunde genommen eine Konsumsteuer (Mehrwertsteuer auf Brötchen und Autos, etc.) mit einer Investitionssteuer (Finanztransaktionssteuer auf Aktien). Der Unterschied dabei: Brötchen sind schnell verfrühstückt und mögen sicherlich über den Tag ihren Nutzen gewissenhaft entfalten. Aktien sind aber eine Investition. Eine Investition wiederum schafft Wohlstand, von dem unsere Gesellschaft lebt. Privatanlegerinnen und Privatanleger geben durch ihre Aktien-Investition den börsennotierten Unternehmen Kapital. Die Unternehmen nutzen das zusätzliche Kapital, um weitere Innovationen zu finanzieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Dies kommt unserer gesamten Gesellschaft zu Gute.

Der Vergleich von Brötchen und Aktien hinkt und ist kein überzeugendes Argument pro Finanztransaktionssteuer. Aktien sollten rein steuerlich nicht mit Brötchen verglichen werden. Aktien sind kein Konsumgut, sondern Produktionsfaktor. Und deshalb werden ihre Erträge besteuert, und zwar hoch: die gesamte Steuerbelastung des Eigenkapitals liegt in Deutschland bei fast 50 Prozent, weil das Einkommen auf Unternehmens- und auf Anlegerebene gleich doppelt besteuert wird. Wenn man die Besteuerung von Aktien mit etwas vergleichen kann, dann mit Arbeitseinkommen. Und auch hier gibt es die Einkommensteuer. Oder würde Olaf Scholz es vielleicht gut finden, auch die Gehälter der Mehrwertsteuer zu unterwerfen? Hoffentlich haben wir den Finanzminister jetzt nicht auf eine dumme Idee gebracht…

Fazit

Wenn es nach Olaf Scholz geht, trifft die Finanztransaktionssteuer große professionelle Fondsinhaber und keinesfalls Privatanleger. Diese Vorstellung ist jedoch nicht zu Ende gedacht, denn viele Millionen Privatanleger sparen mit Aktienfonds und würden durch die Steuerbelastung der Fondsvermögen zur Kasse gebeten. Die Steuer würde der Aktienkultur hierzulande einen Bärendienst erweisen und wäre noch dazu Gift für den gesamten Finanzplatz Deutschland.

Mit Aktien sparen sollte nicht zusätzlich belastet werden. Vielmehr bedarf es sinnvoller Anreize zum eigenverantwortlichen Sparen mit Aktien, damit auch junge Generationen eine Alternative zu sinkenden Renten zu haben. Warum unterstützen wir Menschen nicht, die ein Vermögen aufbauen, sondern legen ihnen zusätzlich Steine in den Weg? Auch wenn der Finanzminister mit seiner Vorliebe für das Sparbuch Bodenständigkeit vermitteln will: Eine Vision, wie mehr Menschen den Aktienmarkt nutzen und davon profitieren können, vermittelt er in dem Video nicht. Stattdessen diskreditiert er viele Millionen Privatanlegerinnen und Privatanleger.

Emotionalität mag im Bundestags-Wahlkampf die eine oder andere Stimme sichern. Emotionalität ersetzt aber keine sachlichen Argumente, weshalb die Steuer eingeführt werden sollte. Diese Sachargumente ließ der Bundesfinanzminister im Youtube-Interview kurz vor Ostern vermissen. Es gibt sie nämlich nicht.



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