Aktuelles

Die bestehende Finanzmarktregulierung ist ausreichend, um neue Technologieunternehmen zu erfassen

Die ESMA diskutiert in einer Konsultation zu Digital Finance mögliche Regulierungsschritte für Unternehmensgruppe, die im Konzern einen Finanzdienstleister besitzen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Big-Tech-Unternehmen...

Das Deutsche Aktieninstitut unterstützt das geplante International Sustainability Standards Board der IFRS Foundation

In unserem Brief befürworten wir die geplanten Schritte zur Einrichtung eines International Sustainability Standards Board unter der Governance-Struktur der IFRS Foundation. Die Absicht mit relevanten Organisationen, Initiativen und...

Going Public (Life Sciences): Biotechnologieaktien in Deutschland – Deutsches Aktieninstitut fordert „neue Aktienkultur“

Im Interview mit der Plattform Life Science spricht Dr. Christine Bortenlänger über die zehn Forderungen des Deutschen Aktieninstituts zur Bundestagswahl und warum Deutschland als Finanzplatz für beispielsweise junge...

Going Public: Aktien gerecht besteuern

Nach der Wahl sollte eine neue Bundesregierung den Kompass in der Steuerpolitik klar pro Aktie ausrichten, fordert Dr. Norbert Kuhn. Veräußerungsgewinne aus Aktiengeschäften sollten nach einer einjährigen Haltedauer wie vor 2009 wieder...

Nachhaltigkeitsberichterstattung – Rahmenwerk international ausgestalten!

In unserer Stellungnahme zum Entwurf der EU-Corporate Sustainability Reporting Directive sprechen wir uns dafür aus, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung einem rechtssicheren, konsistenten, flexiblen und verhältnismäßigen Rahmen...

Capital/Finance 4.0: Nachhaltige Finanzierungen liegen im Trend

Sustainable Finance ist in den Finanzabteilungen deutscher Unternehmen angekommen, wie unsere Studie mit der Börse Stuttgart zeigt. Allerdings sind die Reporting-Prozesse bei nachhaltigen Finanzierungsinstrumente aufwendiger als bei...

Auslandslistings von BioNTech, CureVac & Co.

Die gemeinsam mit RITTERSHAUS Rechtsanwälte erstellte Studie „Auslandslistings von BioNTech, CureVac & Co. – Handlungsempfehlungen an die Politik für mehr Börsengänge in Deutschland“ beantwortet die Frage, warum deutsche...

Deutschland braucht bessere Rahmenbedingungen für Börsengänge von Wachstumsunternehmen

Viele deutsche Wachstumsunternehmen sind in den letzten Jahren auf der Suche nach Kapital an die US-amerikanischen Börsen gegangen. In der heute veröffentlichten Studie „Auslandslistings von BioNTech, CureVac und Co.“ fordern das...

Unsere Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2021 vorgelegt

Nur noch wenige Wochen sind es bis zur nächsten Bundestagswahl. Bei dieser werden auch die Weichen für die Zukunftsfähigkeit des Finanzplatzes Deutschland gestellt. Große kapitalmarktpolitische Herausforderungen liegen vor uns und...

Unklarheiten bei der EU-Taxonomie beseitigen

In unserem Brief an die Mitglieder des ECON-Ausschusses im EU-Parlament weisen wir auf die vielen rechtlichen Unklarheiten hin, mit denen Unternehmen im Rahmen der EU-Taxonomie konfrontiert werden, da zentrale Begriffe nicht präzisiert...

Neue EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung muss die Unternehmensperspektive berücksichtigen

In unserer Stellungnahme zum Entwurf der EU-Corporate Sustainability Reporting Directive verlangen wir eine zwingende Berücksichtigung der Unternehmensperspektive bei neuen Nachhaltigkeitsberichtspflichten und der Entwicklung...

Bundestagswahl 2021: Der deutsche Kapitalmarkt braucht ein Fitnessprogramm

Leistungsfähige Kapitalmärkte tragen zur Sicherung des Wohlstands bei. Das Deutsche Aktieninstitut fordert die nächste Bundesregierung deshalb auf, Aktien in Deutschland zu fördern und den deutschen Kapitalmarkt fit für die Zukunft zu...

Pressemitteilungen

Kapitalmarktfinanzierung

Deutschland braucht bessere Rahmenbedingungen für Börsengänge von Wachstumsunternehmen

Viele deutsche Wachstumsunternehmen sind in den letzten Jahren auf der Suche nach Kapital an die US-amerikanischen Börsen gegangen. In der heute veröffentlichten Studie „Auslandslistings von BioNTech, CureVac und Co.“ fordern das...

Aktien- und Wertpapieranlage

Bundestagswahl 2021: Der deutsche Kapitalmarkt braucht ein Fitnessprogramm

Leistungsfähige Kapitalmärkte tragen zur Sicherung des Wohlstands bei. Das Deutsche Aktieninstitut fordert die nächste Bundesregierung deshalb auf, Aktien in Deutschland zu fördern und den deutschen Kapitalmarkt fit für die Zukunft zu...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Sicherung der Qualität der Abschlussprüfung – Empfehlungen aus der Praxis

Branchenkenntnisse, Berufserfahrung und der Tone from the Top spielen eine Schlüsselrolle für die Qualität der Abschlussprüfung. Das zeigt die heute veröffentlichte Studie des Deutschen Aktieninstituts „Audit Quality Indicators &...

Nachhaltigkeit

Unterstützung für Arbeiten am EU-Standard zur Nachhaltigkeitsberichterstattung angeboten

Um global agierenden Unternehmen eine effiziente Nachhaltigkeitsberichterstattung zu ermöglichen, fordert das Deutsche Aktieninstitut, den geplanten EU-Standard an internationale Anforderungen und Standards auszurichten. Die...

Nachhaltigkeit

Mega-Trend nachhaltige Finanzierungen: Wie gehen Unternehmen damit um?

Finanzverantwortliche großer Unternehmen greifen das Thema Sustainable Finance aktiv auf. Sie tauschen sich dazu intensiv mit ihren Stakeholdern aus und passen die Finanzierungsstrategie an. Reporting-Aufwand und Bürokratie bei...

Aktien- und Wertpapieranlage

Freibetrag bei Mitarbeiterkapitalbeteiligungen wird deutlich erhöht

Die Große Koalition will im Rahmen des Fondsstandortgesetzes Mitarbeiteraktien stärker fördern. Die Erhöhung des entsprechenden Freibetrags von 360 auf 1.440 Euro wurde heute im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen....

Kapitalmarktfinanzierung

Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes: Deutsches Aktieninstitut wendet sich gegen die neue Substanzbesteuerung für den Mittelstand

Die heute im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen beschlossene Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes belastet Wachstum und Innovation in Deutschland. Börsennotierte Unternehmen werden...

Kapitalmarktfinanzierung

PM: Aktienrückkäufe sind wichtiges Instrument des Eigenkapitalmanagements

Durch den Erwerb eigener Aktien geht das Eigenkapital eines Unternehmens zurück. Auf den ersten Blick ist dies wenig sinnvoll, scheint es doch dem Zweck der Aktienfinanzierung – der Kapitalaufbringung – zu widersprechen. Dass dem nicht...

Finanzmarktaufsicht

Geldwäsche: Ein Industrieunternehmen ist keine Bank

Die im Rahmen der Wirecard-Gesetzgebung diskutierte Ausweitung der BaFin-Aufsicht darf nicht dazu führen, dass Industrieunternehmen mit einer Bank im Konzern zukünftig als Kreditinstitut im Sinne des Geldwäschegesetzes behandelt...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Beim Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität nicht das Kind mit dem Bade ausschütten

Anlässlich der Anhörung des Gesetzentwurfs zur Stärkung der Finanzmarktintegrität am 15. März im Finanzausschuss fordert das Deutsche Aktieninstitut, die geplanten Abschlussprüfungsregelungen praxisnaher zu gestalten. Das zweistufige...

In den Medien

Kapitalmarktfinanzierung

Going Public (Life Sciences): Biotechnologieaktien in Deutschland – Deutsches Aktieninstitut fordert „neue Aktienkultur“

Im Interview mit der Plattform Life Science spricht Dr. Christine Bortenlänger über die zehn Forderungen des Deutschen Aktieninstituts zur Bundestagswahl und warum Deutschland als Finanzplatz für beispielsweise junge...

Kapitalmarktfinanzierung

Going Public: Aktien gerecht besteuern

Nach der Wahl sollte eine neue Bundesregierung den Kompass in der Steuerpolitik klar pro Aktie ausrichten, fordert Dr. Norbert Kuhn. Veräußerungsgewinne aus Aktiengeschäften sollten nach einer einjährigen Haltedauer wie vor 2009 wieder...

Kapitalmarktfinanzierung

Capital/Finance 4.0: Nachhaltige Finanzierungen liegen im Trend

Sustainable Finance ist in den Finanzabteilungen deutscher Unternehmen angekommen, wie unsere Studie mit der Börse Stuttgart zeigt. Allerdings sind die Reporting-Prozesse bei nachhaltigen Finanzierungsinstrumente aufwendiger als bei...

Nachhaltigkeit

Börsen-Zeitung: Finance for Future? – Der Rahmen muss stimmen

In ihrem Gastbeitrag fordern Dr. Christine Bortenlänger, Geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts, und Dr. Michael Völter, Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse, die Regeln des...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Der Konzern: Beurteilung der Qualität der Abschlussprüfung durch den Prüfungsausschuss – Wirksame Qualitätsverbesserung oder zahnloser Papiertiger?

Jan Bremer, Leiter Fachbereich Recht, Nico Zimmermann, Referent Kapitalmarktrecht und Corporate Governance, Deutsches Aktieninstitut, und Prof. Dr. Franca Ruhwedel, Hochschule Rhein-Waal, stellen in ihrem Artikel die zentralen...

Finanzmarktregulierung und Realwirtschaft

Süddeutsche Zeitung: Erwartungen an eine zukunftsfähige Finanz- und Geldpolitik in Deutschland und Europa

Gemeinsam mit Edmund Stoiber, Peer Steinbrück und weiteren Autoren fordert Dr. Christine Bortenlänger eine Wende in der Wirtschafts- und Finanzpolitik. So solle die Bundesregierung unter anderem die Neuverschuldung zurückführen und in...

Aktien- und Wertpapieranlage

hkp: Mitarbeiterkapitalbeteiligung erhält bessere Rahmenbedingungen

Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages hat im Rahmen des Fondsstandortgesetzes bei der Mitarbeiterkapitalbeteiligung die Erhöhung des steuerlichen Freibetrags auf 1.440 Euro beschlossen. Im Interview mit Constantin Härthe...

Finanzmarktregulierung und Realwirtschaft

Tagesspiegel: 3:0 für England

Dr. Christine Bortenlänger fordert in ihrem Gastbeitrag, dass die Politik bei der Bewältigung der Corona-Krise aber auch sonst bei der Lösung von Herausforderungen die Wirtschaft besser einbindet. Vorbild für ein gutes Zusammenspiel...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

BOARD: Hauptversammlungs-Reform noch vor der Bundestagswahl angehen

Die Hauptversammlung der Zukunft muss fit für die Zukunft gemacht werden, konstatieren Dr. Christine Bortenlänger und Sven Erwin Hemeling. Dazu bedarf es eines gesetzlichen Rahmens, der die Anlegerrechte wahrt und zugleich...

Altersvorsorge

Frankfurter Rundschau: Kapitalmarkt ist mehr als Riester-Rente

In seinem Gastbeitrag widerspricht Dr. Franz-Josef Leven der Auffassung von Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, und Markus Kurth, Bundestagsabgeordneter der Grünen, dass sich der Kapitalmarkt für die...

Mehr Börsengänge made in Germany

Kapitalmarktfinanzierung

19. Juli 2021

Im internationalen Vergleich sind Börsengänge in Deutschland rar gesät. Vor allem viele junge, deutsche Wachstumsunternehmen haben auf der Suche nach Kapital ihr Börsenglück zuletzt an den amerikanischen Börsen gefunden. Wieso ist das so und was muss die Politik tun, um die börsliche und vorbörsliche Finanzierung in Deutschland für Unternehmen attraktiver zu gestalten?

An einem Donnerstag im Oktober 2019 feierte das vermutlich nur Biotechnologie-Experten bekannte Unternehmen BioNTech seinen Börsengang. In weniger als zwei Jahren sollte die Speerspitze im Kampf gegen das Coronavirus in aller Munde sein. Allerdings ging das Mainzer Unternehmen nicht in Deutschland an die Börse sondern an der Nasdaq in den USA. Warum?

Wir sind dieser Frage in unserer aktuellen Studie „Auslandslistings von BioNTech, CureVac & Co. – Handlungsempfehlungen an die Politik für mehr Börsengänge in Deutschland“ nachgegangen, die wir gemeinsam mit der Wirtschaftskanzlei RITTERSHAUS erarbeitet haben. Die Studie beruht auf Interviews mit Vertretern von Unternehmen mit einer Börsennotiz im Ausland und zeigt deutlichen Handlungsbedarf.

Deutschland fehlt ein leistungsfähiges Ökosystem Kapitalmarkt

Der Befund ist eindeutig: Deutsche Unternehmen gehen vor allem deshalb in den USA an die Börse, weil ihnen dort deutlich mehr Kapital zur Unternehmensfinanzierung zur Verfügung steht. Wegen dieser Kapitalbasis konnte sich in den USA in der Vergangenheit ein leistungsfähiges Ökosystem Kapitalmarkt herausbilden. Dazu gehören finanzstarke Investoren, die mit ihrer Expertise das Potenzial der Börsenkandidaten einschätzen können und sich auf kleinere Emissionen von Wachstumsunternehmen spezialisiert haben. Zudem gibt es dort Emissionsbanken und fachkundige Analysten, die den Börsengang von Unternehmen unabhängig von Branche und Größe begleiten können. Tatsache ist, dass es in Deutschland kein vergleichbares Ökosystem gibt. Deutschland ist mit Blick auf die Finanzierung junger Wachstumsunternehmen ein Entwicklungsland. Wie kann die Politik das ändern?

Was die nächste Bundesregierung anpacken muss

Um Deutschland mit Blick auf die Finanzierung von Wachstumsunternehmen besser aufzustellen, empfehlen wir auf Basis der Interviewergebnisse der nächsten Bundesregierung folgende Maßnahmen:

  • eine Altersvorsorge mit Aktien einführen:

Als Kickstart des Ökosystems Kapitalmarkt ist die Einführung eines Ansparverfahrens mit Aktien in der deutschen Altersvorsorge erforderlich. Über finanzstarke Pensionsfonds wird den Unternehmen dann mehr Anlage- und Finanzierungsvolumen über den Kapitalmarkt zur Verfügung gestellt, wie es beispielsweise in den USA und Schweden der Fall ist.
 

  • das deutsche Aktienrecht modernisieren:

Das deutsche Aktienrecht muss stärker auf die Bedürfnisse von Wachstumsunternehmen zugeschnitten werden. Nur so lässt sich verhindern, dass diese in ausländische Rechtsformen wie beispielsweise die niederländische N.V. flüchten müssen, die ihnen zum Beispiel beim Bezugsrechtsausschluss und der Höhe des genehmigten Kapitals größere Flexibilität einräumt.
 

  • den steuerlichen Rahmen verbessern:

Veräußerungsgewinne von Aktiengeschäften sollten beispielsweise wie vor 2009 und wie heute noch bei anderen Anlagen wie Gold oder auch Bitcoins nach einem Jahr steuerfrei vereinnahmt werden können, um den Aktienbesitz steuerlich gleich zu stellen.

  • Kapitalmarktpflichten für neu an der Börse gestartete Unternehmen anpassen:

Jungen Wachstumsunternehmen sollte der Einstieg als börsennotiertes Unternehmen erleichtert werden, indem sie in den Anfangsjahren weniger kapitalmarktrechtliche Pflichten erfüllen müssen. In den USA gilt das bereits, Länder wie Großbritannien denken laut über eine ähnliche Regelung nach.

Ausblick

Unsere Studie zeigt, dass die Politik den Finanzplatz Deutschland mit klugen Weichenstellungen für junge Wachstumsunternehmen attraktiver machen kann. Die nächste Bundesregierung muss zeitnah handeln, damit hierzulande Ideen finanziert und aus ihnen zukunftsstarke Unternehmen wachsen können. Konkurrenzfähige Unternehmen in wichtigen Zukunftstechnologien stärken den Wirtschaftsstandort Deutschland und sichern Arbeitsplätze für kommende Generationen.



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