Aktuelles

EU Green Bond Standard: Mit Flexibilität und Rechtssicherheit zum Erfolg

Wir begrüßen die vorgeschlagene Freiwilligkeit des geplanten EU Green Bond Standard. In drei Bereichen bedarf es aber Anpassungen: (1) So sollten EU Green Bonds auch für Projekte begeben werden dürfen, für die technische...

Reden ist Silber, Handeln ist Gold

Das Deutsche Aktieninstitut erwartet von den Parteien, dass sie nach der Bundestagswahl den Versprechen der Wahlprogramme auch Taten folgen lassen. Insbesondere bei der Altersvorsorge muss ein Ansparverfahren mit Aktien die gesetzliche...

Kurvenlage - 1. Halbjahr 2021 Themenschwerpunkt: Zur Wahl

„Man darf niemals ‚zu spät‘ sagen. Auch in der Politik ist es niemals zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang.“  Konrad Adenauer, Deutscher Bundeskanzler von 1949 bis 1963

Konsultation der EU-Kommission zur Erweiterung der EU-Taxonomie: Erst Erfahrungen bei der Umsetzung mit Umwelttaxonomie abwarten und auswerten

Die Empfehlungen der Platform on Sustainable Finance, eine soziale Taxonomie einzurichten und die Umwelttaxonomie auf umweltschädliche und -neutrale Aktivitäten zu erweitern, sind zum jetzigen Zeitpunkt noch verfrüht. Die Unternehmen...

International Sustainability Standards Board to Frankfurt

Das Deutsche Aktieninstitut und seine Mitglieder unterstützen die Bewerbung des Finanzplatz Frankfurt als Standort des in Gründung befindlichen International Sustainability Standards Boards. Frankfurt als eines der führenden...

DAX 40: Mehr Spieler in der ersten Börsenliga

Nicht nur im Fußball dominieren Transfers die Nachrichten. Auch der DAX erhält Verstärkung und vergrößert sich von 30 auf 40 Unternehmen. Morgen Abend nach Börsenschluss werden die Kandidaten bekanntgegeben, die am 20. September 2021...

ESMA sollte Guidelines zur Ad-hoc-Publizität anpassen

Zusätzliche Eigenmittelanforderungen an Banken im Rahmen der 2. Säule von Basel III sollten nicht per se als Insiderinformationen betrachtet werden. Das ist die Kernbotschaft unserer Position zu einer Konsultation der europäischen...

Datentransfer zwischen EMIR-Transaktionsregistern muss so einfach wie möglich sein

Unter der Derivateverordnung EMIR müssen Banken die Meldung von Derivatetransaktionen mit nicht-finanziellen Unternehmen selbst vornehmen. Damit fällt die bisher bestehende Meldepflicht für nicht-finanzielle Unternehmen weg....

Going Public: Umsichtige Sustainable Corporate Governance nötig

Der EU-Kommission schwebt vor, dass die Unternehmen die Interessen all ihrer Stakeholder verpflichtend auszubalancieren haben. Eine solche allgemeine Pflicht wird jedoch nicht dazu führen, dass Unternehmen nachhaltiger geführt werden,...

Absolut|spezial: Generationengerechte Rente und leistungsfähige Kapitalmärkte

Eine aktienorientierte Altersvorsorge würde den deutschen Kapitalmarkt nachhaltig stärken und seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern, kommentiert Dr. Christine Bortenlänger. Die nächste Bundesregierung habe die Chance, das Aktiensparen...

Going Public: Zielgerichteter und verhältnismäßiger Compliance-Rechtsrahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen

Viele Gesetzesvorschläge und Vorschriften im Bereich der Unternehmenscompliance schießen über das Ziel hinaus. Sie sind unpraktikabel und wirken sich nachteilig auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aus, kritisiert Jan Bremer....

Kein Verbot der Ausgabe von Inhaberaktien!

Die staatenübergreifende Organisation zur Geldwäschebekämpfung Financial Action Task Force schlägt in ihrer Konsultation vor, die Ausgabe von Inhaberaktien stark zu reglementieren. In unserer Antwort lehnen wir das vorgeschlagene...

Pressemitteilungen

Finanzmarktregulierung und Realwirtschaft

Reden ist Silber, Handeln ist Gold

Das Deutsche Aktieninstitut erwartet von den Parteien, dass sie nach der Bundestagswahl den Versprechen der Wahlprogramme auch Taten folgen lassen. Insbesondere bei der Altersvorsorge muss ein Ansparverfahren mit Aktien die gesetzliche...

Nachhaltigkeit

International Sustainability Standards Board to Frankfurt

Das Deutsche Aktieninstitut und seine Mitglieder unterstützen die Bewerbung des Finanzplatz Frankfurt als Standort des in Gründung befindlichen International Sustainability Standards Boards. Frankfurt als eines der führenden...

Aktien- und Wertpapieranlage

DAX 40: Mehr Spieler in der ersten Börsenliga

Nicht nur im Fußball dominieren Transfers die Nachrichten. Auch der DAX erhält Verstärkung und vergrößert sich von 30 auf 40 Unternehmen. Morgen Abend nach Börsenschluss werden die Kandidaten bekanntgegeben, die am 20. September 2021...

Kapitalmarktfinanzierung

Deutschland braucht bessere Rahmenbedingungen für Börsengänge von Wachstumsunternehmen

Viele deutsche Wachstumsunternehmen sind in den letzten Jahren auf der Suche nach Kapital an die US-amerikanischen Börsen gegangen. In der heute veröffentlichten Studie „Auslandslistings von BioNTech, CureVac und Co.“ fordern das...

Aktien- und Wertpapieranlage

Bundestagswahl 2021: Der deutsche Kapitalmarkt braucht ein Fitnessprogramm

Leistungsfähige Kapitalmärkte tragen zur Sicherung des Wohlstands bei. Das Deutsche Aktieninstitut fordert die nächste Bundesregierung deshalb auf, Aktien in Deutschland zu fördern und den deutschen Kapitalmarkt fit für die Zukunft zu...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Sicherung der Qualität der Abschlussprüfung – Empfehlungen aus der Praxis

Branchenkenntnisse, Berufserfahrung und der Tone from the Top spielen eine Schlüsselrolle für die Qualität der Abschlussprüfung. Das zeigt die heute veröffentlichte Studie des Deutschen Aktieninstituts „Audit Quality Indicators &...

Nachhaltigkeit

Unterstützung für Arbeiten am EU-Standard zur Nachhaltigkeitsberichterstattung angeboten

Um global agierenden Unternehmen eine effiziente Nachhaltigkeitsberichterstattung zu ermöglichen, fordert das Deutsche Aktieninstitut, den geplanten EU-Standard an internationale Anforderungen und Standards auszurichten. Die...

Nachhaltigkeit

Mega-Trend nachhaltige Finanzierungen: Wie gehen Unternehmen damit um?

Finanzverantwortliche großer Unternehmen greifen das Thema Sustainable Finance aktiv auf. Sie tauschen sich dazu intensiv mit ihren Stakeholdern aus und passen die Finanzierungsstrategie an. Reporting-Aufwand und Bürokratie bei...

Aktien- und Wertpapieranlage

Freibetrag bei Mitarbeiterkapitalbeteiligungen wird deutlich erhöht

Die Große Koalition will im Rahmen des Fondsstandortgesetzes Mitarbeiteraktien stärker fördern. Die Erhöhung des entsprechenden Freibetrags von 360 auf 1.440 Euro wurde heute im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen....

Kapitalmarktfinanzierung

Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes: Deutsches Aktieninstitut wendet sich gegen die neue Substanzbesteuerung für den Mittelstand

Die heute im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen beschlossene Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes belastet Wachstum und Innovation in Deutschland. Börsennotierte Unternehmen werden...

In den Medien

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Going Public: Umsichtige Sustainable Corporate Governance nötig

Der EU-Kommission schwebt vor, dass die Unternehmen die Interessen all ihrer Stakeholder verpflichtend auszubalancieren haben. Eine solche allgemeine Pflicht wird jedoch nicht dazu führen, dass Unternehmen nachhaltiger geführt werden,...

Altersvorsorge

Absolut|spezial: Generationengerechte Rente und leistungsfähige Kapitalmärkte

Eine aktienorientierte Altersvorsorge würde den deutschen Kapitalmarkt nachhaltig stärken und seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern, kommentiert Dr. Christine Bortenlänger. Die nächste Bundesregierung habe die Chance, das Aktiensparen...

Compliance

Going Public: Zielgerichteter und verhältnismäßiger Compliance-Rechtsrahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen

Viele Gesetzesvorschläge und Vorschriften im Bereich der Unternehmenscompliance schießen über das Ziel hinaus. Sie sind unpraktikabel und wirken sich nachteilig auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aus, kritisiert Jan Bremer....

Aktien- und Wertpapieranlage

€URO-Magazin: "Die Finanztransaktionsteuer braucht kein Mensch"

Ende September wird ein neuer Bundestag gewählt. Im €URO-Interview spricht Dr. Franz-Josef Leven über die Wahlprogramme der Parteien und was diese aus Aktionärssicht bedeuten. Er kritisiert darin insbesondere die...

Corporate Governance und Gesellschaftsrecht

Going Public: Keine erfolgreiche BaFin-Reform ohne Reform ihrer Finanzierung!

In Folge der Wirecard-Affäre steht eine Reform der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) an. Die Bilanzkontrolle wird neu geregelt und von der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung abgezogen. Auch beim Thema...

Aktien- und Wertpapieranlage

Going Public: Finanz-Analphabetismus in Deutschland bekämpfen

Ökonomische Bildung ist ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung. Dennoch fristet das Thema Wirtschaft in vielen Schulen ein Schattendasein. Es braucht ein grundsätzliches Verständnis von Wirtschaft und Finanzen, das von gut...

Kapitalmarktfinanzierung

Going Public: Aktienrecht modernisieren – flexiblere Finanzierung mit Aktien

Unternehmen besorgen sich am Kapitalmarkt Geld für Innovationen und Wachstum. Doch ein unflexibles Aktienrecht erschwert hierzulande die Unternehmensfinanzierungen. Länder wie die Niederlande zeigen, dass es besser geht. Die Politik...

Kapitalmarktfinanzierung

Going Public (Life Sciences): Biotechnologieaktien in Deutschland – Deutsches Aktieninstitut fordert „neue Aktienkultur“

Im Interview mit der Plattform Life Science spricht Dr. Christine Bortenlänger über die zehn Forderungen des Deutschen Aktieninstituts zur Bundestagswahl und warum Deutschland als Finanzplatz für beispielsweise junge...

Kapitalmarktfinanzierung

Going Public: Aktien gerecht besteuern

Nach der Wahl sollte eine neue Bundesregierung den Kompass in der Steuerpolitik klar pro Aktie ausrichten, fordert Dr. Norbert Kuhn. Veräußerungsgewinne aus Aktiengeschäften sollten nach einer einjährigen Haltedauer wie vor 2009 wieder...

Kapitalmarktfinanzierung

Capital/Finance 4.0: Nachhaltige Finanzierungen liegen im Trend

Sustainable Finance ist in den Finanzabteilungen deutscher Unternehmen angekommen, wie unsere Studie mit der Börse Stuttgart zeigt. Allerdings sind die Reporting-Prozesse bei nachhaltigen Finanzierungsinstrumente aufwendiger als bei...

Finanz-Analphabetismus in Deutschland bekämpfen

Aktien- und Wertpapieranlage

06. August 2021

Ökonomische Bildung ist ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung. Dennoch fristet das Thema Wirtschaft in vielen Schulen ein Schattendasein. Ein Plädoyer für eine bessere Finanzbildung in Deutschland.

„Ich bin fast 18 und hab‘ keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ‘ne Gedichtanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ 2015 lösten diese zwei Sätze einer Schülerin auf Twitter eine heftige Debatte über den Bildungsauftrag deutscher Schulen aus. Sechs Jahre später ist die in knapp 140 Zeichen zusammengefasste Bestandsanalyse der Finanzbildung von Schülern in Deutschland leider immer noch aktuell. Was muss getan werden, um Abhilfe zu schaffen?

Ökonomie als Schulfach etablieren

Wirtschaftswissen ist ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung, denn dieses befähigt uns mündige Entscheidungen in Finanzfragen zu treffen egal ob als Verbraucher, Arbeitnehmer, Wähler oder Anleger. Schon junge Menschen sollten Kompetenzen im Bereich Finanzen erwerben, damit sie das nötige Rüstzeug für ihren Alltag besitzen.

Doch obwohl es in verschiedenen Bundesländern Doppelfächer wie Politik und Wirtschaft gibt, bleibt das Vermitteln ökonomischer Inhalte häufig auf der Strecke. Dies hat auch die vor Kurzem veröffentlichte Studie zum Stand der Ökonomischen Bildung in Deutschland der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg belegt. Elf von 16 Bundesländern, so die Studienautoren, erfüllen nicht einmal die Hälfte der üblichen Anforderungen an ein normales Nebenfach Wirtschaft.

Auch an qualifizierten Lehrkräften mangelt es, weil die Ausbildung an den Universitäten unzureichend ist. Wird der Ökonomie in der Ausbildung nicht dieselbe Aufmerksamkeit geschenkt wie der Politik ist es nicht verwunderlich, wenn das Interesse der Lehrer, Wirtschaft zu unterrichten, gering ist und der vermittelte Stoff wenig Begeisterung bei den Schülern hervorruft. Lehrerinnen und Lehrer, die das Schulfach Ökonomie unterrichten, müssen besser fachlich und didaktisch vorbereitet werden. Nur dann sind sie in der Lage, ökonomische Zusammenhänge und alltagsrelevantes Finanzwissen an Schüler zu vermitteln und Begeisterung für wirtschaftliche Themen zu wecken.

Deutschlands größtes Asset sind seine gut ausgebildeten Bürgerinnen und Bürger. Warum gerade bei der Wirtschaftsausbildung gespart wird, ist nicht nachvollziehbar. Wir fordern deshalb eine bessere Lehrerausbildung und ein verpflichtendes Schulfach Ökonomie für die Schülerinnen und Schüler aller Schulformen in Deutschland.

Abgucken erlaubt: Ökonomische Bildung stärken – vom Ausland lernen

Mit einem Schulfach Ökonomische Bildung allein ist es jedoch nicht getan, denn auch diejenigen, die die Schule bereits hinter sich gelassen haben, müssen ein Bildungsangebot bekommen. Großbritannien und Australien zum Beispiel haben ihre Hausaufgaben gemacht und eine nationale Agenda zur finanziellen Bildung eingeführt. Hier werden nicht nur in der Schule Zusammenhänge wie der Aufbau des Wirtschaftssystems und grundlegende Funktionsweisen im alltäglichen Finanzleben vermittelt, sondern beispielsweise auch Arbeitnehmern am Arbeitsplatz Bildungsangebote zu Finanzthemen gemacht.

Von diesen Ländern müssen wir lernen. Auch in Deutschland brauchen wir eine nationale Agenda zur mehr Finanzbildung, um Jung und Alt den Weg auch zum erfolgreichen Sparen und einer auskömmlichen Altersvorsorge zu ebnen.

Fazit

Die Schule ist der Ort, an dem junge Menschen Wissen und Fähigkeiten für ihr Leben erwerben. Eine Gedichtanalyse gehört genauso dazu wie Sprachen oder Mathe lernen. Auch wenn es Mietverträge und Steuererklärungen nicht in die Schul-Curricula schaffen, braucht es ein grundsätzliches Verständnis von Wirtschaft und Finanzen, das von gut ausgebildeten, engagierten Lehrern vermittelt wird. Ökonomie in Form eines eigenständigen Schulfachs gehört auf den Lehrplan – verpflichtend für alle. Nur dann können wir den weit verbreiteten Finanz-Analphabetismus in unserem Land in den Griff bekommen.



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