Positionspapiere

Mit unseren Positionspapieren bringen wir uns in die politische Debatte und die Fachdiskussion zu Kapitalmarktfragen ein und vertreten die Interessen unserer Mitglieder. Pro Jahr entstehen so zahlreiche ausführliche Stellungnahmen, die die unterschiedlichen Bereiche unserer inhaltlichen Kernarbeit abdecken: den Primärmarkt, den Sekundärmarkt, die Governance börsennotierter Unternehmen und die ökonomische Bildung.

In ihrer Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Umsetzung der 5. EU-Geldwäscherichtlinie fordern das Deutsche Aktieninstitut und der Bundesverband der Deutschen Industrie, zusätzliche Rechtsunsicherheit und unnötige Bürokratie für Industrieunternehmen zu vermeiden. So begrüßen sie unter anderem die Herausnahme reiner Industrieholdings aus dem Verpflichtetenkreis des Geldwäschegesetzes (GwG), kritisieren jedoch, dass gleichzeitig das Risikomanagement entgegen der EU-Rechtslage auf alle Güterhändlergruppen ausgedehnt wird. In diesem Kontext müsse zudem die Systematik bei Güterhändlern an die EU-Rechtslage angepasst werden, welche an Bargeldgeschäfte ab 10.000 Euro anknüpft. Auch sind, wie schon 2017 bei der letzten GwG-Novelle angemerkt, Syndikusrechtsanwälte und –steuerberater als GwG-Verpflichtete auszunehmen. Darüber hinaus kritisieren die beiden Verbände, dass die Haftungsschwelle für Bußgelder von Leichtfertigkeit auf Fahrlässigkeit abgesenkt wurde sowie die Vorschriften über die EU-Vorgaben hinaus an vielen Stellen deutlich verschärft wurden.

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