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Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Auf dem heutigen Abendempfang des Deutschen Aktieninstituts  in Frankfurt forderte Werner Baumann, Präsident des Deutschen Aktieninstituts, die Pläne zur Einführung einer Finanztransaktions­steuer endlich ad acta zu legen.

Baumann machte in seiner Rede vor mehr als 200 Gästen deutlich, dass die Finanztransaktionssteuer definitiv zu einer erheblichen Belastung der Anleger und Unternehmen führen wird. Den Handel mit Aktien und Derivaten zu besteuern, sei kontraproduktiv. „Wer Derivate besteuert, verteuert und verhindert Risikomanagement“, warnte der Präsident des Deutschen Aktieninstituts.

Ein weiteres wichtiges Thema, das das Deutsche Aktieninstitut umtreibe, so Baumann, sei die fehlende ökonomische Bildung in Deutschland. Ökonomische Zusammenhänge und die Bedeutung des Kapitalmarkts für die Volkswirtschaft werden den Bürgern zu wenig vermittelt. Dabei sind Wissen und Verstehen der beste Anlegerschutz. „Der Kapitalmarkt ist viel zu wichtig, als dass er in einer freiheitlichen Gesellschaft immer nur als Ursache von Problemen dargestellt wird“, sagte Baumann. Die Deutschen müssten verstehen, dass Kapitalmärkte für die Geldanlage und für die Finanzierung unverzichtbar sind und damit eine Basis unseres Wohlstands und unseres Sozialstaats darstellen. Die Bürger müssten in die Lage versetzt werden, eigenverantwortlich und wohlinformiert Anlageentscheidungen zu treffen. Das Deutsche Aktieninstitut fordert deshalb die Einführung eines Schulfachs Ökonomie an allen allgemeinbildenden Schulen.

Dass Kapitalmärkte eine bedeutende Rolle für die deutsche Volkswirtschaft spielen, war auch Thema des Gastredners Dr. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank. In vier Thesen führte er die Bedeutung der Kapitalmärkte aus Notenbanksicht aus: Entwickelte Kapitalmärkte seien eine zentrale Bedingung dafür, dass Anleger ein breites Spektrum von Anlageprodukten vorfänden und sie die für sich beste Kombination aus Ertrag und Risiko wählen könnten. Für Unternehmen sei die Kapitalmarktfinanzierung eine wichtige und wünschenswerte Ergänzung zur Bankfinanzierung. Anlegerschutz sei wichtig, um den Kapitalmarkt für breitere Anlegerschichten attraktiv zu machen. Dabei sei der beste Anlegerschutz eine gute finanzielle Allgemeinbildung. Es könne nicht die Aufgabe von Notenbanken sein, Anlageempfehlungen zu geben oder Anleger vor Verlusten zu schützen. Schließlich betonte Weidmann die wichtige Disziplinierungsfunktion der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf die Fiskalpolitik.

Aus Sicht von Dr. Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts, hat der gelungene Abendempfang dazu beigetragen, die Kapitalmärkte ins Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit zu stellen. Real- und Finanzwirtschaft müssten in diesen Fragen an einem Strang ziehen. 

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