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Auf dem traditionellen Herbstempfang des Deutschen Aktieninstituts in Brüssel sprachen hochkarätige Redner wie EU-Finanzkommissar Lord Hill und Markus Ferber, MdEP, vor über 200 Gästen. Werner Baumann, Präsident des Deutschen Aktieninstituts, formulierte die Erwartungen und Forderungen der deutschen Wirtschaft an den Europäischen Gesetzgeber und präsentierte das aktuelle Positionspapier des Instituts „The Road to Growth: Setting Capital Markets Regulation Right”.

Markus Ferber MdEP und Lord Hill

Lord Hill betonte in seinem ersten Auftritt vor deutschem Publikum, dass der Mangel an Wachstum eine neue Bedrohung für die Finanzmarktstabilität bedeutet. „Ich weiß, dass Unternehmen, nicht die Regierungen die echten Jobmotoren sind“, erklärte Hill. „Ich hoffe, dass ich als Kommissar meinen Teil dazu beitragen kann, dass das Netzwerk der Kapitalmärkte und seiner Akteure im Interesse der gesamten Wirtschaft funktioniert.“

Markus Ferber, profilierter Kapitalmarktpolitiker und stellvertretender Vorsitzender des Wirtschafts- und Währungsausschusses im Europäischen Parlament,forderte anlässlich des Empfangs ein Umdenken: „Wir brauchen dringend ein Umfeld, das für Wirtschaftswachstum in Europa sorgt. Und die Kapitalmärkte können, ja müssen dabei eine entscheidende Rolle spielen. Deswegen brauchen wir eine Kapitalmarktunion, die Langfristinvestitionen fördert, die Finanzierungsmöglichkeiten der Realwirtschaft verbessert und kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zur Kapitalmarktfinanzierung eröffnet. Dafür müssen in dieser Legislatur die Weichen gestellt werden.“

Oettinger, Bortenlänger, Baumann, Weinmeister

Auch Werner Baumann, Präsident des Deutschen Aktieninstituts, betonte in seiner Rede die wichtige Rolle der Kapitalmärkte. „Kapitalmärkte müssen zentraler Baustein der Wachstumsstrategie für Europa sein. Sie dienen nicht nur der Bereitstellung von Kapital für Investitionen, sondern sind auch ein wichtiger Baustein für die Vermögensbildung privater Haushalte“, machte er deutlich.

Unter Bezugnahme auf das Positionspapier des Deutschen Aktieninstitutes „The Road to Growth: Setting Capital Markets Regulation Right“ stellte Baumann drei Kernforderungen an die zukünftige Agenda der Europäischen Kommission: „Zunächst bedarf es eines Perspektivenwechsels in der Politik, denn Kapitalmärkte sind nicht, wie häufig behauptet, die Ursache von Problemen, sondern bieten wirksame Instrumente zur Lösung von Problemen. Daneben müssen Wirkungen und Wechselwirkungen bestehender Kapitalmarktregeln umfassend analysiert werden mit dem Ziel, eine bessere Balance der Regeln zu erreichen. Dann kehren die Unternehmen auch wieder an die Börse zurück.“ Schließlich forderte Baumann, zukünftige Kapitalmarktvorhaben gründlicher zu durchdenken, vor allem in Hinblick auf den Subsidiaritätsgrundsatz. Der Respekt vor den nationalen Rechtstraditionen gebiete es, nationale Regelungen nicht vorschnell der europaweiten Harmonisierung zu unterwerfen.

Der Empfang, der in der neuen Vertretung des Landes Hessens bei der Europäischen Union stattfand, begann mit einer Begrüßung von Mark Weinmeister, dem Hessischen Staatssekretär für Europaangelegenheiten. Die zahlreich erschienenen Gäste aus Politik und Wirtschaft ergriffen die Gelegen­heit und tauschten sich über aktuelle Entwicklungen zur Aktionärs­rechte­richtlinie, MiFID II und zum Transatlantischen Freihandels­abkommen TTIP aus.

Im Vorfeld hatte sich der Vorstand des Deutschen Aktieninstituts mit Günther Oettinger, dem neuen EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, zu einem Gedankenaustausch über die anstehenden digitalen Heraus­forde­rungen getroffen. Die Zukunft Europas war auch das Thema eines weiteren Gesprächs, das der Vorstand mit Botschafter Dr. Guido Peruzzo, dem Stell­vertreter des Ständigen Vertreters der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union, führte.

Das europapolitische Positionspapier des Deutschen Aktieninstituts „The Road to Growth: Setting Capital Markets Regulation Right” finden Sie hier (PDF-Datei 751 KB).

Die vollständige Pressemappe zur Veranstaltung finden Sie hier (ZIP-Datei 1,2 MB).

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