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Anlässlich des festlichen Abendempfangs des Deutschen Aktieninstituts forderte Sabine Lautenschläger, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, eine wirksame Regulierung und Aufsicht für die Finanzmärkte. Auch Werner Baumann, Präsident des Deutschen Aktieninstituts, betonte die Bedeutung eines verlässlichen Ordnungsrahmens, damit Banken ihre Funktion für Sparer und Unternehmen bestmöglich erfüllen können.

 

Nach der Begrüßung der gut 200 Gäste aus Politik und Wirtschaft durch den Hausherrn Stephan Engels, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG, sprach Sabine Lautenschläger über „Monitoring, Regulierung und Selbstregulierung des europäischen Bankensektors“. Lautenschläger betonte, dass sie von „lascher Regulierung“ nicht viel halte. „Angesichts der offensichtlichen Neigung zu Übertreibungen und Fehlentwicklungen in den Finanzmärkten und des Schadenspotenzials für Wirtschaft und Gesellschaft ist gute Regulierung unabdingbare Voraussetzung, um die Funktionsfähigkeit des Finanzsektors dauerhaft zu gewährleisten“, bekräftigte sie. Darüber hinaus machte Lauten-schläger deutlich, dass für ein wahres Level Playing Field das europäische Regelwerk noch erheblich harmonisiert werden müsse.

Werner Baumann nahm in seiner Rede das 50-jährige Jubiläum der großen Reform des Aktiengesetzes zum Anlass, die Bedeutung von Aktien und Aktiengesellschaften für den Wohlstand unserer Gesellschaft hervorzuheben. Es gelte weiterhin, den Kapitalmarkt zu fördern und eine breite Streuung des Aktienkapitals zu ermöglichen, so Baumann. „Aktien sind dafür prädestiniert, das Risiko, aber eben auch den Ertrag unternehmerischer Wagnisse auf viele Schultern zu verteilen. Nicht ohne Grund sind viele deutsche Weltmarktführer als Aktiengesellschaften erfolgreich geworden. Deshalb dürfen wir uns mit sinkenden Zahlen börsennotierter Unternehmen und immer weniger Börsen-gängen nicht abfinden“, betonte Baumann.

Im Gegensatz zu 1965 sind heute, wie Baumann ausführte, nicht ein unzureichender Anlegerschutz oder eine mangelnde Verantwortung der Unternehmen gegenüber den Anteilseignern das Problem, sondern das überzogene Regulierungsniveau. „Die Balance zwischen gesetzlichen Vorgaben und unternehmerischer Freiheit – zwischen Regu-lierung und Selbstregulierung also – muss neu definiert werden“, forderte Baumann und begrüßte das Projekt der europäischen Kapitalmarktunion, in dessen Rahmen die Regulierung auf ihre Zweckmäßigkeit überprüft werden soll.

Im Anschluss an die Reden verlieh Professor Dr. Bernd Rudolph, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Aktieninstituts, den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Hochschulpreis des Deutschen Aktieninstituts.

Die Abendveranstaltung bildete den feierlichen Abschluss der alle zwei Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung des Aktieninstituts. Das A-cappella-Ensemble „Mundwerk“, das unter anderem den Bayerischen Chorwettbewerb 2013 gewonnen hat, sowie „Arvid‘s Jazz Company“ sorgten für die musikalische Untermalung des Abendempfangs.

 

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