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Dr. Uta-Bettina von Altenbockum
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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In dem heute veröffentlichten Appell „Für eine Agenda Mitarbeiterkapitalbeteiligung“ fordern zehn namhafte Verbände von der Politik, die Rahmenbedingungen für Mitarbeiterkapitalbeteiligung zu verbessern und sich so für eine stärkere Verbreitung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung in deutschen Unternehmen einzusetzen.

 

Die Verbände, die wichtige Stakeholdergruppen repräsentieren, haben sich zusammengeschlossen, um ihrer Forderung nach besseren Rahmenbedingungen für die Mitarbeiterkapitalbeteiligung Nachdruck zu verleihen. „Ohne die Unter-stützung seitens der Politik wird die Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Deutschland weiterhin ein Nischendasein führen“ mahnt Dr. Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts und Mit­initiatorin des Aufrufs. „Die breite Unterstützung des Appells“, so Bortenlänger, „spiegelt die Bedeutung des Themas Mitarbeiterkapitalbeteiligung für die deutschen Marktakteuren wider“.

In ihrem Aufruf fordern die Verbände von der Politik, den bürokratischen Aufwand, der mit Mitarbeiterkapitalbe-teiligungen einhergeht, deutlich zu verringern. Sie setzen sich für eine Harmonisierung der Regeln zur Mitarbeiter-kapitalbeteiligung auf europäischer Ebene ein, damit die Unternehmen Mitarbeiter an ausländischen Standorten leichter in die Programme zur Mitarbeiterkapitalbeteiligung einbeziehen können.

Wichtig, so die Verbände, ist es auch, dass das bereits vorhandene Angebot an Informationen zur Mitarbeiterkapital-beteiligung, das beispielsweise vom Bundeswirtschaftsministerium bereitgestellt wird, ausgebaut und prominenter platziert wird. Schließlich sollte die Politik die Einführung von Mitarbeiterkapitalbeteiligungen angemessener fördern. „Im Bereich der staatlichen Förderung sind andere Länder deutlich engagierter. In diesen Ländern sind es dann auch deutlich mehr Unternehmen, die ihre Mitarbeiter am Produktivkapital beteiligen“, betont Bortenlänger.

Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung ist ein wichtiges Instrument, um Arbeitnehmer zu motivieren, die Produktivität zu steigern und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Für den Mitarbeiter bietet sie eine attraktive Rendite. Diese ist insbesondere im derzeit anhaltenden Niedrigzinsumfeld mit Anlageformen wie Sparbuch oder Tagesgeld, die von den Deutschen vorrangig genutzt werden, nicht zu erreichen.

Daher muss die Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Deutschland dringend aus ihrer Nische herausgeholt werden. „Nur rund zwei Prozent der deutschen Unternehmen bieten eine Kapitalbeteiligung an. Die Zahl der Mitarbeiter mit Belegschafts-aktien, dem am weitesten verbreiteten Instrument der Kapitalbeteiligung, ist im Jahr 2014 mit 0,8 Mio. auf einem neuerlichen Tiefstand angelangt“, gibt Bortenlänger zu bedenken. In anderen Ländern ist die Belegschaftsaktie dagegen sehr viel populärer. So gibt es in Frankreich 3,3 Mio. und in Großbritannien 2,2 Mio. Belegschaftsaktionäre.

„Bessere Rahmenbedingungen für Mitarbeiterkapitalbeteiligungen sind deshalb das Gebot der Stunde“, sagt die Chefin des Aktieninstituts.

 

Den Aufruf „Für eine Agenda Mitarbeiterkapitalbeteiligung“ finden Sie hier.

 

Die unterstützenden Verbände sind:

AGP – Bundesverband Mitarbeiterkapitalbeteiligung

BDA – Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände

BDI – Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.

BKU – Bund Katholischer Unternehmen e.V.

BVI – Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

Deutsches Aktieninstitut e.V.

DIRK – Deutscher Investor Relations Verband e.V.

DSW – Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V

GEO – Global Equity Organization

SdK – Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.

 

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