Pressemitteilungen

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Dr. Uta-Bettina von Altenbockum
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Der in diesem Jahr mit 25.000 Euro dotierte Hochschulpreis des Deutschen Aktieninstituts geht zu gleichen Teilen an Professor Dr. Patrick C. Leyens und Dr. Benjamin Loos. Der Preis wird heute auf dem Jahresempfang des Deutschen Aktieninstituts im Städel Museum in Frankfurt am Main verliehen.

„Informationsintermediäre des Kapitalmarkts: Private Zugangskontrolle durch Abschlussprüfung, Bonitätsrating und Finanzanalyse“ lautet das Thema der Habilitationsschrift von Professor Dr. Patrick C. Leyens, in der er sich drei besonders relevanten Informationsintermediären, nämlich Abschlussprüfern, Ratingagenturen und Finanzanalysten widmet. Die Untersuchung schafft das Fundament für rechtspolitisch drängende Antworten auf Fragen der Einbeziehung von privaten Informationsdienstleistern in die Finanzmarktregulierung. Dazu setzt sich der Verfasser mit der Regulierung aller drei Gruppen durch das Zivilrecht, Berufsrecht und Aufsichtsrecht auseinander. Aus der Zusammenschau arbeitet er die Grundstrukturen eines Rechts der kapitalmarktbezogenen Informationsintermediation heraus, die auch zur Einordnung neuerer Informationsintermediäre, wie beispielsweise von Stimmrechts- und Vergütungsberatern, wichtige Hinweise geben können.

Dr. Benjamin Loos beschäftigt sich in seiner Dissertation aus ökonomischer Sicht mit „Potential Solutions to Individual Investors´ Investment Mistakes“. Dabei geht er der Frage nach, ob angebotsseitige Maßnahmen wie z.B. anlegerfreundliche Produkte (ETFs oder Indexfonds) oder Anlageberatung (konfliktfreie und systemgestützte) hinreichend sind, um zu besseren Anlageentscheidungen des einzelnen Finanzanlegers zu führen. Dies sei aber weder durch anlegerfreundliche Produkte noch durch eine qualitativ hochwertige Anlageberatung zu erreichen, stellt Loos fest. ETFs werden oft falsch verwendet und Anlageempfehlungen nicht befolgt. Eine anbieterorientierte Anlegerschutzpolitik, die allein auf effizienzfördernde Produkte oder Anlageberatung abzielt, scheint vor diesem Hintergrund nicht hinreichend zielführend.

„Der Wissenschaftliche Beirat des Deutschen Aktieninstituts hat sich mit den eingereichten Arbeiten eingehend auseinandergesetzt und zu guter Letzt die Arbeiten der Preisträger für die Auszeichnung ausgewählt. Das war bei der sehr engen Konkurrenz keine leichte Aufgabe,“ sagt der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Aktieninstituts, Professor Dr. Bernd Rudolph. „Die prämierten Arbeiten haben letztlich durch ihre wissenschaftliche Leistung sowie ihre Relevanz für das Thema „Aktie und Kapitalmarkt“ überzeugt.“ Rudolph wird den Preisträgern die Auszeichnung heute überreichen.

Mit dem Deutschen Hochschulpreis setzt das Deutsche Aktieninstitut einen Anreiz für junge Wissenschaftler, sich mit den Phänomenen und Herausfor­derungen des Kapitalmarktes auseinandersetzen. Eingereicht werden können Dissertationen und Habilitationen, die im laufenden oder vergangenen Kalenderjahr von einer deutschsprachigen Hochschule angenommen wurden. Die Bewertung der eingesandten Arbeiten und die Preisvergabe erfolgen durch den Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Aktieninstituts, der mit renom­mierten Hochschullehrern der Ökonomie und Rechtswissenschaft besetzt ist. Aufgrund einer Zustiftung von Herrn Ulrich Reinholdt, einem langjährigen Vorstandsmitglied des Deutschen Aktieninstituts ist, beläuft sich das Preisgeld in diesem Jahr auf 25.000 Euro.

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