Pressemitteilungen

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Dr. Uta-Bettina von Altenbockum
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Auf dem heutigen Jahresempfang des Deutschen Aktieninstituts wird Dr. Martin Haferkorn für seine Dissertation „High-Frequency Trading in Fragmented European Equity Markets – Implications for Market Quality“ mit dem Hochschulpreis des Deutschen Aktieninstituts ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt 12.500 Euro.

Professor Dr. Bernd Rudolph, der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Aktieninstituts, betont, dass sich die Arbeit von Dr. Martin Haferkorn durch ihre hohe wissenschaftliche Qualität und Praxisrelevanz für den Kapitalmarkt auszeichne. „Die mit der Höchstnote der Goethe-Universität in Frankfurt bewertete Arbeit Haferkorns über die Auswirkungen des Hochfrequenzhandels auf den Aktienmarkt“, so Rudolph, „betritt inhaltlich wie methodisch ein äußerst anspruchsvolles und relevantes Neuland. Das gilt besonders für die Untersuchung der Frage nach dem Einfluss der regulatorischen Maßnahmen auf die Marktqualität im stark fragmentierten europäischen Marktumfeld. Die Arbeit und die damit geschaffenen Erkenntnisse für Wissenschaft und Praxis sind unbedingt preiswürdig und verdienen höchstes Lob.“

Der Wirtschaftsinformatiker Haferkorn setzt sich auf vielschichtige Art und Weise mit der Regulierung des Hochfrequenzhandels im Rahmen von MiFID II/MiFIR und der diskutierten Einführung einer europäischen Finanztransaktionssteuer auseinander. Während sich die Forschung bisher vorrangig mit den US-Märkten beschäftigt hat, konzentriert sich der Hochschulpreisträger auf europäische Märkte und kombiniert dies mit neuen Untersuchungsansätzen und innovativen Untersuchungsmethoden.

Er stellt dabei fest, dass Hochfrequenzhändler die Marktqualität auf unterschiedliche Art und Weise erhöhen. Des Weiteren analysiert er die französische Finanztransaktionssteuer, die unter anderen auch mit dem Ziel der Eindämmung des Hochfrequenzhandels eingeführt wurde. Haferkorn zeigt, dass sich die Volatilität (Schwankungsbreite der Kurse) in Frankreich aufgrund der Einführung der Finanztransaktionssteuer nicht substanziell verändert hat. Die Liquidität und die Markteffizienz, so der Autor, hat sich nach der Einführung der Finanztransaktionssteuer reduziert.

Mit seinem Hochschulpreis setzt das Deutsche Aktieninstitut einen Anreiz für junge Wissenschaftler, sich mit den Phänomenen und Herausfor­derungen des Kapitalmarktes zu beschäftigen. Die Preisvergabe erfolgt durch den Wissenschaftlichen Beirat  des Deutschen Aktieninstituts, der mit renom­mierten Hochschullehrern der Ökonomie und Rechtswissenschaft besetzt ist. Die Mitglieder des Beirats bewerten Dissertationen und Habilitationen, die im vorangegangenen Kalenderjahr von einer deutschsprachigen Hochschule angenommen wurden. Aufgrund einer Zustiftung von Herrn Ulrich Reinholdt, einem langjährigen Vorstandsmitglied des Deutschen Aktieninstituts, beläuft sich das Preisgeld in diesem Jahr auf 12.500 Euro.

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