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Dr. Uta-Bettina von Altenbockum
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Der Vorsitzende des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, David McAllister, und Christopher Delbrück, Mitglied des Vorstands des Deutschen Aktieninstituts und Finanzvorstand der Uniper SE, fordern, die Demokratie und die unternehmerische Freiheit in der Europäischen Union zu stärken, um so den europäischen Geist neu zu beleben.

Auf dem heutigen Herbstempfang des Deutschen Aktieninstituts in Brüssel standen der Brexit und die sich verschlechternden internationalen Handelsbeziehungen im Fokus. Delbrück betonte, dass sowohl der Brexit als auch die internationalen Handelsstreitigkeiten Zeichen für einen zunehmenden Rückzug auf das Nationale seien, sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas. Diesen Tendenzen müssen Politik und Wirtschaft gemeinsam entgegentreten.

Mit Blick auf den Brexit hob Delbrück hervor, dass die Wirtschaft die schleppenden Austrittsverhandlungen mit dem Vereinigten Königreich mit großer Sorge verfolge. Die Wirtschaft brauche dringend tragfähige Lösungen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf das aktuelle Positionspapier des Deutschen Aktieninstituts zum Brexit. Darin werde anhand der Beispiele Zölle und Produktzulassungen sowie Datenschutz und Derivate gezeigt, dass sowohl die EU als auch UK für den Fall eines harten Brexit dringend Vorkehrungen treffen müssen, um den Unternehmen den Übergang in die Nach-Brexit-Ära zu erleichtern. Gleichzeitig riet er den Unternehmen, die möglichen Auswirkungen eines harten Brexit auf ihre Geschäfte zu untersuchen und die erforderlichen Vorbereitungen zu treffen.

„Wir appellieren an die Verhandlungsführer beider Seiten, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Als Unternehmen müssen wir uns aber angesichts der Kürze der verbleibenden Zeit konzentriert auf einen harten Brexit vorbereiten.“, unterstrich Delbrück.

Auch der Gastredner des Herbstempfangs David McAllister äußerte sich besorgt über den Stand der Brexit-Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich. McAllister forderte: „Es ist durchaus noch möglich, zu einer Einigung zu kommen, die die nicht verhandelbaren Prinzipien der EU wahrt und gleichzeitig eine ambitionierte Partnerschaft beinhaltet. Dazu müssen wir jetzt aber deutliche Fortschritte in den Verhandlungen machen! Ein Austritt ohne eine Einigung wäre für beide Seiten katastrophal. Die Zeit drängt!“

In der anschließenden Diskussion waren vor allem die Einschätzungen zu den konkreten Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und der Europäischen Union Thema. Um eine weitere Zuspitzung des Konflikts zu vermeiden, müsse man im Gespräch bleiben und versuchen, aufeinander zuzugehen. Beide betonten, wie wichtig freier und fairer Handel sei, da er Innovationen vorantreibe und die Basis für Wohlstand in den beteiligten Volkswirtschaften bilde.

Die anstehende Europawahl im Mai 2019 sei eine Chance für die Bürgerinnen und Bürger, durch ihre Wahlbeteiligung ein deutliches Signal für Europa zu senden. „Stärken Sie Europa durch Ihre Stimme – denn nur ein starkes und einiges Europa kann langfristig Schutz und Wohlstand bieten“, betonten McAllister und Delbrück.  

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