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Finanzielle Abhängigkeit gehört ins Museum, nicht aufs Konto: Frauen an der Börse stärken
2025 engagierten sich Frauen in Deutschland so stark wie nie am Aktienmarkt: 5,4 Millionen Anlegerinnen, 1 Million mehr als 2024, profitierten über Aktien, Aktienfonds oder ETFs von den Erfolgen der Wirtschaft. Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2026 ruft das Deutsche Aktieninstitut dazu auf, ihre Eigeninitiative mit Blick auf Vermögensaufbau und Altersvorsorge weiter zu unterstützen.
„Finanzielle Abhängigkeit gehört ins Museum, nicht aufs Konto“, sagt Henriette Peucker, Geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts. „Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass zunehmend mehr Frauen die Chance ergreifen und ihre Finanzen in die eigene Hand nehmen. Es geht nicht nur um die Absicherung für das Alter, sondern auch um Entscheidungs- und Gestaltungsfreiraum im Leben.“
Wichtiger Schritt zur Gleichstellung der Geschlechter
Die Aktionärszahlen 2025 des Deutschen Aktieninstituts zeigen, dass die Zahl der Anlegerinnen zuletzt um 24 Prozent gestiegen ist. Bei Männern war ein Wachstum um 12 Prozent zu verzeichnen. Obwohl Frauen damit auch in Summe aufholten, liegen die Männer bei der Anlage in Aktien, Aktienfonds und ETFs mit 8,7 Millionen noch immer deutlich vorn. Dieses Ungleichgewicht wirkt sich negativ auf das Alterseinkommen, aber auch die finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten von Frauen aus.
„Eine breit gestreute, langfristige und kontinuierliche Aktienanlage sichert durchschnittliche Erträge zwischen 6 und 9 Prozent im Jahr. Sie ist der langfristig beste Weg, um für das Alter vorzusorgen oder für bestimmte Lebensziele zu sparen“, stellt Peucker fest. „Frauen an der Börse zu stärken, ist deshalb auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter.“
Mehr Entschlossenheit bei der Unterstützung von Frauen
Politische Initiativen deuten in die richtige Richtung, fallen aber noch zu zaghaft aus. Peucker: „Die geplante Frühstart-Rente bezieht Jungen und Mädchen gleichberechtigt ein und kann in Verbindung mit einem Altersvorsorgedepot langfristig zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern am Aktienmarkt beitragen“, betont Peucker.
Darüber hinaus würden insbesondere Frauen von entschiedenen politischen Impulsen bei der Aktienanlage profitieren. „Die Bundesregierung bleibt aufgerufen, durch bessere Rahmenbedingungen die Nutzung von Aktien in allen drei Säulen der Altersvorsorge zu verbessern und dem Appell der EU-Kommission zur Einführung eines steuerlich geförderten Anlagesparkontos auch in Deutschland zu folgen“, so Peucker weiter.
Weitere aktuelle Studien sind hier zu finden:
- Kinderdepots im internationalen Vergleich: Was können wir für die Frühstart-Rente vom Ausland lernen?(September 2025)
- Mit dem Kapitalmarkt zur Zukunftsnation: Die Erfolgsfaktoren Schwedens (April 2025)
- Altersvorsorgedepots: Erfolgreiche Modelle der Alterssicherung im internationalen Vergleich – Wie andere Länder mehr in der Altersvorsorge erreichen (Mai 2024)
- Positionspapier: Anlagesparkonten einführen, flexibel gestalten und Anreize setzen (Juli 2025)

