Positionspapiere
Kollektive Lösung in der Frühstart-Rente zementiert soziale Ungleichheit
Gegenüber dem Bundesfinanzministerium haben wir den Gesetzentwurf zur Frühstart-Rente kommentiert. Insbesondere halten wir die kollektive Anlage der Frühstart-Rente von Eltern, die nicht selbst ein Altersvorsorgedepot eröffnen, für sozial ungerecht. Gerade Eltern aus sozial benachteiligten Gruppen mit geringerer Affinität zum Aktiensparen werden wohl aufgrund mangelnder Kenntnisse weder das Startkapital aus der kollektiven Anlage abrufen noch ein Depot einrichten.
Zudem regen wir an, dass das Altersvorsorgedepot der Frühstart-Rente später nicht nur in der privaten Altersvorsorge, sondern auch in der betrieblichen und in der von der Alterssicherungskommission vorgeschlagenen gesetzlichen Kapitalrente genutzt werden kann. Schließlich empfehlen wir eine steuerliche Förderung der Zusatzbeiträge, die von Eltern und anderen Dritten in dem Depot angelegt werden.

