Pressemitteilungen

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Dr. Uta-Bettina von Altenbockum
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Im ersten Halbjahr 2013 stieg die Zahl der Anleger, die direkt in Aktien in­ve­stier­ten, um 7,1 Prozent auf insgesamt 4,9 Mio. Das sind 7,5 % der Bevölke­rung. Im Vergleich zum Jahresende 2012 haben sich 323.000 Anleger mehr für Aktien entschieden.  Damit wird der höchste Stand seit 2003 erreicht; damals besaßen fünf Millionen Anleger direkt Aktien. Allerdings wird der Anstieg der Zahl der Direktaktionäre durch einen Rückgang der Zahl der Investoren, die indirekt über Fondsanteile in Aktien investieren, über­kom­pen­siert. Insgesamt gab es im 1. Halbjahr 2013 mit 9,4 Mio. etwa 100.000 Anleger weniger, die direkt oder indirekt an den Chancen der Aktienanlage partizipieren.

Seit den Tiefstständen im Jahr 2008 mit nur noch 3,6 Mio. Direktaktionären ist die Zahl der direkten Aktienanleger in jedem Jahr mehr oder weniger stark gestiegen. Der Zuwachs seit 2008 beträgt 1,3 Mio. bzw. 36,7 %, davon über 960.000 allein im Jahr 2012 und im ersten Halbjahr 2013.

„Die neue Offenheit für die Aktie ist gesamtwirtschaftlich und vermö­gens­politisch eine sehr positive Entwicklung“, bewertet Christine Bortenlänger, Leiterin des Deutschen Aktieninstituts, die aktuelle Entwicklung. Allerdings ist die Akzeptanz der Aktie als Instrument der Vermögensbildung für das Deutsche Aktieninstitut immer noch nicht zufriedenstellend: „Aktie und Kapitalmarkt werden von der Gesamt­heit der privaten Anleger nicht angemessen genutzt, insbesondere für die Lang­fristanlage“. In der aktuellen Niedrigzinsphase ist die Investition in Aktien ein wichtiger Baustein, um nach Inflation und Steuern einen realen Vermögens­erhalt zu sichern.

Die Gesamtzahl der Anleger, die direkt in Aktien investieren, stieg im ersten Halbjahr 2013 um 323.000 auf 4,9 Mio. Anleger. Rund 282.000 der neuen Aktionäre halten zusätzlich Anteile an Aktien- und/oder Gemischten Fonds.  Gleichzeitig sank jedoch die Zahl der Anleger, die ausschließlich in Fondsanteile und nicht direkt in Aktien investieren, um 423.000.

Deshalb ist die konsolidierte Gesamtzahl der Aktionäre und Besitzer von Aktien­fondsanteilen in Deutschland im ersten Halbjahr 2013 leicht rückläufig. Ins­ge­samt waren 9,4 Mio. Anleger direkt oder indirekt in Aktien investiert. Dies ent­spricht 14,6 % der Bevölkerung; im Durchschnitt des Jahres 2012 waren es noch 9,5 Mio. Anleger.

Die spürbare Abwendung von der Aktienfondsanlage sieht Bortenlänger ausgesprochen kritisch. „Aktienfonds erlauben Anlegern auch mit kleiner Sparrate oder geringerem Depotvolumen, breit gestreut in den Aktienmarkt zu investieren.“

Als Schlüsselfaktor für eine langfristig stärkere Aktienkultur sieht das Deutsche Aktieninstitut eine bessere ökonomische Allgemeinbildung. Es sei trotz der primären Zuständigkeit der Bundesländer eine der vordringlichsten Auf­ga­ben der nächsten Legislaturperiode, die ökonomische Allgemeinbildung in ganz Deutschland einen entscheidenden Schritt voranzubringen, so Borten­länger. „Es gehört zum staatlichen Auftrag, Bürgern bereits in der Schule die Kenntnisse zu vermitteln, die eigenverantwortliche Anlageentscheidungen erlauben und Fehler in der Geldanlage vermeiden helfen. Die Verantwortung für eine unzureichende ökonomische Bildung darf nicht zwi­schen Landesministerien und Kultusministerkonferenz hin und her geschoben werden.“

Weitere Ansatzpunkte für eine Stärkung der Aktienkultur sind für Bortenlänger die Beseitigung der steuerlichen Diskriminierung der Aktienanlage sowie eine Reform der Regulierung der Anlageberatung. Auf eine kontraproduktive Finanztransaktions­steuer soll verzichtet werden. Stattdessen seien in der nächsten Legislatur­periode neue vermögenspolitische Initiativen erforderlich. 

Hier finden Sie die Studie.

Das Deutsche Aktieninstitut arbeitet als etablierter Interessenvertreter aktiv an der Gestaltung der deutschen und europäischen Kapitalmärkte und ihrer Rahmenbedingungen mit. Es repräsentiert die am Kapitalmarkt interessierte deutsche Wirtschaft. Die rund 200 Mitglieder sind börsennotierte Aktien­gesellschaften, Banken, Börsen, Investoren und andere wichtige Markt­teil­nehmer. Das Deutsche Aktieninstitut wurde 1953 gegründet und unterhält Büros in Frankfurt am Main und in Brüssel. Nähere Informationen zum Deutschen Aktieninstitut finden Sie unter www.dai.de.

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